Daniel Reinhard

Aus Theaterlexikon
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* 27.6.1951 Zürich.

1970–73 Schauspielausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik in Hamburg. Schon während der Ausbildung erste Auftritte als Gast am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg (1971 Len in der deutschen Erstaufführung von Edward Bonds "Die Hochzeit des Papstes", Regie: Peter von Wiese). Engagements 1973–76 am Staatstheater Braunschweig (Razmann in Schillers "Die Räuber", Don Manuel in Calderóns "Dame Kobold", Tranio in Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung", Feldjäger in Lessings "Minna von Barnhelm", Antonio in Shakespeares "Was ihr wollt"), 1976–80 an den Städtischen Bühnen Graz (Schweizerkas in →Bertolt Brechts "Mutter Courage und ihre Kinder", August junior in Kohouts "August August, August", Truffaldino in Goldonis "Der Diener zweier Herren", Haimon in Sophokles’ "Antigone", Puck in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum", Architekt in Arrabals "Der Architekt und der Kaiser von Assyrien"), 1981–86 als Schauspieler und zeitweise als Regisseur am Landestheater Salzburg, daneben am →Theater an der Winkelwiese in Zürich (1985 Kaspar Hauser in der Schweizer Erstaufführung von →Jürg Amanns "Ach, diese Wege sind sehr dunkel", Regie: →Walter Hess) und 1985/86 als Gast am Volkstheater Wien, zu dessen Ensemble R. 1986–88 gehörte. 1986 inszenierte er zusammen mit →Beat Fäh für das Klagenfurter Ensemble das Strassentheater "Charivari". Diverse Fernsehrollen, unter anderem 1983 Titus Feuerfuchs in →Urs Widmers Dialektfassung von Nestroys "Der Talisman" (Regie: Max Peter Ammann). R. arbeitet seither als freischaffender Schauspieler und Regisseur, insbesondere aber als Sprecher, unter anderem in zahlreichen Hörspielen und für die Schweizerische Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte.



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Daniel Reinhard, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1475.

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