Dodo Hug

Aus Theaterlexikon
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* 12.2.1950 Bern, eigentlich Doris H. ∞ Efisio Contini, Musiker.

1970–80 Ausbildung in Jazztanz, Ballett, Pantomime (unter anderem bei →Ernst Georg Böttger), Steptanz, Akrobatik sowie Stimmbildung bei unterschiedlichen Lehrern. In den siebziger Jahren wirkte H. bei verschiedenen Musiktheaterprojekten mit. So spielte sie unter anderem 1972–74 mit Hans Peter Treichler im Hotel "Nova Park" in Zürich in einem Esstheater-Projekt. 1974–79 gehörte H. mit →Christoph Marthaler und Pepe Solbach zur Gruppe "Tarot", mit der sie 1978 als Musikantin in der Uraufführung von →Herbert Meiers "Bräker" am →Schauspielhaus Zürich auftrat. 1979 war sie Mitglied von →Peter Brogles mobilem Varietétheater "Brogle’s Schaubude", 1980 spielte sie in Marthalers "Indeed" am →Zürcher Theaterspektakel sowie als Bühnenmusikerin in Dario Fo/Franca Rames "Nur Kinder, Küche, Kirche" am →Theater am Neumarkt in Zürich. International bekannt wurde H. als "Mad Dodo". 1982–93 tourte sie unter diesem Namen mit komödiantischen Musikprogrammen in verschiedenen Formationen, unter anderen zusammen mit dem Bassisten Bruno Brandenberger, durch die Schweiz und das angrenzende Ausland. Mitte der neunziger Jahre trat das komödiantische Element ihrer Arbeit in den Hintergrund. Seither wirkt H. als Musikerin und Sängerin in der Formation "Dodo Hug & Band". Sie spielte zahlreiche CDs ein – unter anderem: "Mad Dodo" (1985), "Ora siamo now" (1994), "Câméléon" (1996), "Kaleidofon" (2001) – und arbeitete mit diversen Musikern wie Hardy Hepp, Contini, Walter Lietha und Dide Marfurt. Parallel zu ihrer Karriere als Sängerin trat H. immer wieder in Theaterproduktionen auf, unter anderem 1990 als Schwester Mary Hubert in Dan Goggins "Non(n)sense" (Regie: Markus Weber) und 1992 in "Züri-Lieder" mit →Kathrin Brenk (Regie: →Christoph Leimbacher), beide am →Theater am Hechtplatz in Zürich, sowie 1990 in Marthalers "Stägeli uf, Stägeli ab, Juhee!"und 1993 in dessen "Prohelvetia" am →Theater Basel. Daneben spielte sie in diversen Fernsehproduktionen und Filmen, unter anderem 1987 in →Franz Hohler/Tobias Wyss’"Dünki-Schott", 1997 in Adrian Marthalers "Mahlers Sechste – Das Lied von der Vergänglichkeit" und 2002 in Markus Fischers Fernsehfilm "Big Deal".

Auszeichnungen

  • 1985 Salzburger Stier,
  • 1992 Deutscher Kleinkunstpreis, beide für "Mad Dodo".


Autor: Jean Grädel



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Grädel, Jean: Dodo Hug, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 886.

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