Doris Haudenschild

Aus Theaterlexikon
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* 25.12.1945 Baden AG.

Gesangsausbildung bei Erich Werner, daneben als Elevin am →Stadttheater St. Gallen, dort seit 1972 als Gast und seit 1974 fest engagiert. H. verbindet ihre Tätigkeit im Theaterchor mit solistischen Aufgaben des lyrischen Sopranfachs. Wichtige Partien waren Carolina in Cimarosas "Il matrimonio segreto", Yniold in Debussys "Pelléas et Mélisande" (1974, Regie: Werner Koch, musikalische Leitung: Kurt Brass), Barbarina in Mozarts "Le nozze di Figaro" (1980, Regie: →Edgar Kelling, musikalische Leitung: Eduard Meier), Papagena in dessen "Zauberflöte", Sandmann/Taumann in Humperdincks "Hänsel und Gretel" (1981), Herodias in Alessandro Stradellas "San Giovanni Battista" (1979, Regie: Samy Molcho, musikalische Leitung: Helmut Müller-Brühl), die Aufseherin in Richard Strauss’ "Elektra" (1993, Regie: John Dew, musikalische Leitung: →John Neschling) und die Königin in Schrekers "Der Schatzgräber" (1988, Regie: →Karl Absenger, musikalische Leitung: →Samuel Friedmann). Ausserdem Mitwirkung in zeitgenössischen Opern, beispielsweise in Per Noergaards "Die göttliche Kirmes" (1995 als eines der Vögelis, Regie: Reto Nickler, musikalische Leitung: Kaare Hansen). Im Operetten- und Musicalbereich sang sie unter anderem 1977 Rosalia in Bernsteins "West Side Story", 1987 June in Kanders "Chicago" sowie die Titelpartie in Nico Dostals Operette "Clivia" am →Theater am Stadtgarten in Winterthur. H. gestaltet selbst die kleinen Partien ihres breiten Repertoires, das zeitgenössische sowie Unterhaltungsmusik gleichermassen umfasst, eindrücklich und lebendig. Mit Flexibilität und Einfühlungsvermögen erfasst sie verschiedenartigste musikalische und szenische Stile und setzt sie mit der ihr eigenen Noblesse um. H. ist auch als Konzertsängerin mit Schwerpunkt auf kirchenmusikalischen Werken tätig.



Autorin: Silke Christiane Keckeis



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Keckeis, Silke Christiane: Doris Haudenschild, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 803.

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