Edith Golay

Aus Theaterlexikon
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* 18.5.1938 Schaffhausen. ∞ Josef Brun, Bühnenbildner und Innenarchitekt.

Schauspielausbildung am →Bühnenstudio Zürich (Diplom 1957). Erste Verpflichtungen in einer Produktion von →Maria von Ostfelden (1958 Madeleine in Ionescos "Opfer der Pflicht" im Keller der Universität Zürich), am →Stadttheater Luzern (1958 Magd in Kleists "Der zerbrochene Krug", Regie: →Robert Bichler), am →Theater am Central (1958 Rosina in André Roussins "Mamma", Regie: →Ettore Cella), 1958/59 am Theater für Vorarlberg in Bregenz sowie an den Münchner Kammerspielen (Zebid in Ernst Barlachs "Die Sündflut", Regie: Peter Lühr). Sie spielte zahlreiche Gastrollen am →Schauspielhaus Zürich, unter anderem 1960 Celia in de Vegas "Die kluge Närrin" (Regie: →Ernst Ginsberg), 1963 Madame Boulette in Robert Pingets "Hier oder anderswo" (Regie: →Gert Westphal), 1969 Leni in Elias Canettis "Hochzeit" (Regie: Max Peter Ammann) sowie Frau Pemperl in Nestroys "Freiheit in Krähwinkel" (Regie: →Karl Paryla). Daneben wirkte G. 1960/61 am Tiroler Landestheater Innsbruck (Bianca in Shakespeares "Othello", Helena Charles in Osbornes "Blick zurück im Zorn" und Louka in Shaws "Helden", Regie jeweils: Horst Kepka), 1962 am →Stadttheater Bern (Smeraldina in Goldonis "Der Diener zweier Herren", Regie: Cella) und 1966/67 an den Vereinigten Bühnen Graz (Olga in →Friedrich Dürrenmatts "Der Meteor", Regie: Klaus Gmeiner). Danach arbeitete G. unregelmässig fürs Theater, etwa auf Tourneen mit der →Schauspieltruppe Zürich und dem Schweizer Tourneetheater, am →Stadttheater St. Gallen (1980 Tante Berta in Paul Burkhards "Der schwarze Hecht", Regie: Cella), am Theater Die Färbe in Singen (1981 Mary Byrne in Synges "Kesselflickers Hochzeit" und 1982 die Ältere in →Franz Hohlers "Die dritte Kolonne", Regie beide: Peter Simon), am →Theater für den Kanton Zürich (1996 Martha Brewster in Kesselrings "Arsen und Spitzenhäubchen", Regie: Markus Emmenegger) und am →Kellertheater Goldige Schluuch in Winterthur (2000 Frau Brand in der Uraufführung von Irène Bourquins "Tyrannosaurus rex", Regie: →Albert Michel Bosshard, 2002 Stella Campbell in Jerome Kiltys "Geliebter Lügner", Regie: →Walter Ruch). Zudem verkörperte G. zahlreiche Rollen für Film und Fernsehen.



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Edith Golay, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 731–732.

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