Edith Mathis

Aus Theaterlexikon
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* 11.2.1938 Luzern. ∞ Bernhard Klee, Dirigent und Pianist, häufig M.s Liedbegleiter.

Gesangsstudium am Konservatorium Luzern und privat bei Elisabeth Bosshart in Zürich. Debüt 1956 am →Stadttheater Luzern als zweiter Knabe in Mozarts "Die Zauberflöte", dann bis 1957/58 ständiger Gast in Luzern und 1958/59 am →Stadttheater Zürich. 1959–63 festes Engagement an den Bühnen der Stadt Köln. Seither regelmässiger Gast vor allem an der Deutschen Oper Berlin, den Staatsopern von Hamburg, München und Wien sowie an den Salzburger Festspielen. Als lyrische Sopranistin von Weltrang gehörten vor allem die Mozart-Partien zu ihren wichtigsten Aufgaben. Daneben waren Marzelline in Beethovens "Fidelio", Mélisande in Debussys "Pelléas et Mélisande", die Richard-Strauss-Partien Zdenka in "Arabella" sowie Sophie und die Feldmarschallin in "Der Rosenkavalier", Nannetta in Verdis "Falstaff" und Ännchen in Webers "Der Freischütz" zentrale Rollen ihrer Bühnentätigkeit. Obwohl keine Spezialistin moderner Musik, war sie doch an bedeutenden Uraufführungen beteiligt, so in von Einems "Der Zerrissene" (als Kathi, 1964 an der Hamburgischen Staatsoper, Regie: Oscar Fritz Schuh, musikalische Leitung: Wolfgang Sawallisch), Henzes "Der junge Lord" (als Luise, 1965 an der Deutschen Oper Berlin, Regie: Gustav Rudolf Sellner, musikalische Leitung: Christoph von Dohnányi), Menottis "Hilfe, Hilfe, die Globolinks!"(als Emily, 1968 an der Hamburgischen Staatsoper, Regie: Gian Carlo Menotti, musikalische Leitung: Mattias Kuntzsch) und →Heinrich Sutermeisters "Le Roi Bérenger" (als Königin Marie, 1985 am Cuvilliés-Theater in München, Regie: Jorge Lavelli, musikalische Leitung: Sawallisch). Gastspiele führten M. nach Amsterdam, ans →Stadttheater Bern (1990 Feldmarschallin), ans →Grand Théâtre in Genf, ans Glyndebourne Festival, nach London, New York, Paris und ans →Opernhaus Zürich (1990 Nettchen in einer konzertanten Aufführung von Zemlinskys "Kleider machen Leute", 1991/92 Feldmarschallin). Zahlreiche Operngesamtaufnahmen (vor allem Werke von Haydn, Mozart, Schubert). Grosse Bedeutung als Konzertsängerin.

Auszeichnungen

unter anderem

  • 1976 Mozart-Medaille der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg,
  • 1978 →Hans Reinhart-Ring der →SGTK,
  • 1980 Bayerische Kammersängerin München.


Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Edith Mathis, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1199–1200, mit Abbildung auf S. 1199.

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