Edith Oravez

Aus Theaterlexikon
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* 21.3.1920 Budapest (H), eigentlich Edith Oravecz. ∞ Hans Sulzer, Rechtsanwalt und 1963–81 Verwaltungsratspräsident des Stadttheaters/→Opernhauses Zürich.

Gesangsstudien an der Musikakademie Budapest und bei →Salvatore Salvati in Basel sowie Margarethe Haeser und →Armin Weltner in Zürich. 1947–53 Engagement am Stadttheater Zürich. Ihre wichtigsten Partien in Zürich als Soubrette in Oper und Operette waren Marzelline in Beethovens "Fidelio", Bianca in →Hermann Goetz’ "Der Widerspenstigen Zähmung", Valencienne in Lehárs "Die lustige Witwe", Marie in Lortzings "Der Waffenschmied", Bronislawa in Millöckers "Der Bettelstudent", die Mozart-Partien Zerlina in "Don Giovanni", Cherubino in "Le nozze di Figaro" und Papagena in "Die Zauberflöte", Musetta in Puccinis "La Bohème", Leonore in →Othmar Schoecks "Don Ranudo" und Arsena in Johann Strauß’ "Der Zigeunerbaron". Ausserdem sang O. in mehreren Schweizer Erstaufführungen, so etwa 1948/49 Lucy in Menottis "The Telephone" und die Titelrolle in Ravels "L’Enfant et les sortilèges" sowie an den Juni-Festwochen 1953 Elsbeth in Richard Strauss’ "Feuersnot". Bis 1972 gastierte O. unter anderem in Amsterdam, am →Stadttheater Bern (1956/57 Cherubino), in Brüssel und London, am Teatro San Carlo in Neapel, in Palermo, an den Salzburger und den Schwetzinger Festspielen, in Strassburg und mit dem Ensemble der Staatsoper Wien beim Festival von Osaka und in Tokio. O. trat auch als Konzertsängerin auf. Diverse Schallplatteneinspielungen und Radioverpflichtungen.

Literatur

  • Ringger, Rolf Urs: E. O. In: Zelger-Vogt, Marianne/Honegger, Andreas: Stadttheater – Opernhaus, 1991.


Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Edith Oravez, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1354.

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