Eduard Hess

Aus Theaterlexikon
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* 15.12.1882 Wien (A), † 5.2.1946 Basel.

Aufgewachsen als Schweizer in Wien. Matura in Wien, Studium der Theologie an den Universitäten Wien, Zürich und Bern. Debüt als Karl Moor in Schillers "Die Räuber" in einer Zürcher Studentenaufführung unter der Leitung von →Alfred Reucker. Nach ersten Engagements in Troppau, Karlsbad, Reichenberg und Graz 1909–14 am Deutschen Volkstheater Wien, dann als gastierender Schauspieler in Wien ansässig, 1916–21 Schauspieler (ab 1919 auch Regisseur) an den Städtischen Bühnen Essen, 1921–24 am Landestheater Gotha, 1924/25 an den Städtischen Bühnen Stettin. 1925–33 (und 1939/40 als Gast) Schauspieler und Regisseur am →Stadttheater Basel, unter anderem Titelrolle in Goethes "Götz von Berlichingen", Talbot in Schillers "Maria Stuart", Tobias von Rülp in Shakespeares "Was ihr wollt" und Caliban in "Der Sturm" (Regie jeweils: →Oskar Wälterlin), Titelrolle in Schillers "Wallensteins Tod" (Regie: →Walter Felsenstein) und Attinghausen in "Wilhelm Tell" (Regie: Wälterlin), Inszenierungen von Lessings "Emilia Galotti", "Nathan der Weise" (mit →Otto Eppens) und "Minna von Barnhelm" (in der Rolle des Paul Werner), Gryphius’ "Herr Peter Squenz" (mit Studierenden der Universität Basel), Molnárs "Spiel im Schloss", Kleists "Der zerbrochene Krug", Ibsens "Gespenster", Max Mells "Das Nachfolge Christi-Spiel", Meyer-Försters "Alt-Heidelberg", Anzengrubers "Der Pfarrer von Kirchfeld". Für das →Quodlibet Basel inszenierte H. 1928 →Dominik Müllers "Sy Diener" und "Dr Millionär". 1923–26 Mitglied des Verwaltungsrats der Genossenschaft deutscher Bühnen-Angehöriger.

Auszeichnungen

  • 1930 Ehrenmitglied des Verbands der Bühnenkünstler in der Schweiz (als einziger Schauspieler).


Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Eduard Hess, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 834–835.

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