Egon Waldmann

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* 9.4.1902 Wien (A), † 10.7.1972 Basel. Vater des Feuilletonjournalisten Thomas W.

Schauspielausbildung in Wien, Schauspieler am Stadttheater Innsbruck, 1928–31 Schauspieler und Sänger am Landestheater Neustrelitz, 1931/32 Regisseur und Schauspieler unter →Eugen Keller am Stadttheater Würzburg, 1932/33 am Landestheater Linz. 1934–38 lebte W. in Wien, 1938 emigrierte er in die Schweiz. 1940–46 Operettenbuffo und Schauspieler am →Städtebundtheater Biel-Solothurn (unter anderem Truffaldino in Goldonis "Der Diener zweier Herren" in eigener Inszenierung), 1946–49 Schauspieler und Regisseur für Sprechtheater und Operette am →Stadttheater Luzern (inszenierte unter anderem Molnárs "Spiel im Schloss", Cowards "Fröhliche Geister", Laufs’ "Pension Schöller"), daneben 1946–60 am →Sommertheater Winterthur und ab 1948 am →Stadttheater Chur, dort ab 1949 unter der Direktion von →Markus Breitner fest engagiert, 1950–52 als Oberspielleiter und stellvertretender Direktor (unter anderem 1949 Paulet in Schillers "Maria Stuart" sowie Harpagon in Molières "Der Geizige" in eigener Inszenierung, 1950 Rodrigo in Shakespeares "Othello", Regie: →Fritz Delius, und Titelrolle in Molières "Tartuffe", Regie: →Wilfried Scheitlin). Engagements als Schauspieler und Regisseur am →Bernhard-Theater Zürich (inszenierte unter anderem: 1951/52 →Wilhelm Lichtenbergs "Der Elefant im Porzellanladen", Neal/Ferners "Der müde Theodor", von Vaszarys "Wenn Männer schwindeln" und Kraatz/Neals "Der verhängnisvolle Frack", jeweils mit →Rudolf Bernhard; 1953 →Peter Lotars "Hansi"), am →Theater am Central in Zürich, 1953 am →Atelier-Theater Bern, 1953–55 sowie 1956 und 1960 als Gast an der →Komödie Basel (inszenierte unter anderem 1954 Nestroys "Einen Jux will er sich machen"), 1954/55 als Gast am Stadttheater Luzern, 1955–61 erneut am Städtebundtheater Biel-Solothurn bei Breitner (unter anderem Inszenierungen von Raymonds "Geliebte Manuela", Fritz Kreislers "Sissy", Goldonis "Der Diener zweyer Herren. Eyne heiterfröhlich mit Lieb und anderen Intriguen gewürzte Verwechslungskomedi in drey Aufzügen. Neu redigieret, mit vielerley Lazzi ausgeschmückt und in Scene gesetzt von Sig. Egon Waldmann", →Paul Burkhards "Dreimal Georges", Lehárs "Paganini"), 1960–68 fest engagiert an der Komödie Basel (zahlreiche Rollen, 1966 Inszenierung von →Curt Goetz’ "Der Lampenschirm"). In den sechziger Jahren regelmässig Mitarbeit als Texter und Regisseur für Produktionen an →Roland Rassers Theater →Fauteuil in Basel. 1968 spielte W. bei den Luisenburgfestspielen Wunsiedel die Rolle des Kauz in Nestroys "Das Mädl aus der Vorstadt" (Regie: Gustav Manker). Zuletzt 1968/69 unter →Werner Düggelin an den →Basler Theatern (1968 Sanitäter in Horváths "Kasimir und Karoline", Regie: →Hans Hollmann; Tubby in Brighouses "Herr im Haus bin ich", Regie: →Reto Babst).



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Egon Waldmann, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2040.

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