Elisabeth Delius

Aus Theaterlexikon
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* 21.4.1890 Mülhausen (F), † (unbekannt), eigentlich Elisabeth Dümmler.

Gesangsausbildung in Strassburg, München (bei Ernst Preuse und Anna Schön-René) und Italien. Debüt in der Saison 1919/20 am Stadttheater Augsburg als Leonore in Beethovens "Fidelio". Engagements 1922–25 am Städtischen Theater Chemnitz, 1925/26 am Deutschen Landestheater Prag. 1927/28 nach einem Zusatzstudium Wechsel ins hochdramatische Fach am Stadttheater Augsburg. 1928–33 war D. am →Stadttheater Zürich engagiert, dem sie bis 1935 als Gast verbunden blieb. Schwerpunkte ihrer Zürcher Tätigkeit waren Leonore, die Küsterin in Janáčeks "Jenufa", die Mozart-Partien Donna Anna in "Don Giovanni" und Elettra in "Idomeneo", Milada in Smetanas "Dalibor", die Titelpartie in Richard Strauss’ "Elektra" und die Feldmarschallin in dessen "Rosenkavalier", die Verdi-Partien Aida in der gleichnamigen Oper und Lady Macbeth in "Macbeth" sowie alle entsprechenden Aufgaben in den Opern von →Richard Wagner. Besondere Erwähnung verdient ihre Mitwirkung in den schweizerischen Erstaufführungen von Bergs "Wozzeck" als Marie (1931/32, Regie: →Paul Trede, musikalische Leitung: Robert Kolisko) und Richard Strauss’ "Die Frau ohne Schatten" als Amme (1932/33, Regie: Heinz Rückert, musikalische Leitung: Kolisko), beide in Zürich. D. gastierte am →Stadttheater Basel (unter anderem als Kundry in Wagners "Parsifal" und Brünnhilde in "Die Walküre"), am →Stadttheater Bern, Bern BE (als Isolde in Wagners "Tristan und Isolde") und am →Stadttheater Luzern (als Venus in Wagners "Tannhäuser"). Für die Zeit nach 1935 konnten bisher keine Informationen zu D.s Werdegang eruiert werden.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Elisabeth Delius, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 441.

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