Ella Schönemann-Heuberger

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* 27.8.1871 Bern, † (unbekannt), eigentlich Rosa Emanuela Fridrika Carolina. Tochter des Theaterdirektors und Schauspielers →Carl Friedrich Heuberger und der Sängerin Antonia Landes. ∞ I. 1904 Franz Schönemann, Schauspieler. Mutter des Journalisten Gustav Schönemann.

S. spielte bereits als Vierjährige Kinderrollen in der Truppe ihres Vaters, beispielsweise 1875 und 1876 im Sommertheater auf dem Schänzli (→Kursaal, Bern) und im →Stadttheater Bern. Später Unterricht bei Karl Barth und Silvia Brand in Dresden, 1889/90 am Aktien-Theater Heilbronn/Königlichen Schloßtheater in Ansbach im Fach "muntere und naive Liebhaberinnen" engagiert. 1890/91 in Düsseldorf/Stadttheater Duisburg, 1891/92 am Stadttheater Königsberg in Preussen, 1892/93 am Stadttheater Lübeck unter Vertrag. 1893–1918 festes Engagement am Stadttheater Strassburg im Elsass, nachdem sie als Gast unter anderem als Käth­chen in Kleists "Das Käthchen von Heilbronn" und Lorle in →Charlotte Birch-Pfeiffers "Dorf und Stadt" erfolgreich aufgetreten war. Nach dem Kriegsende musste S. Strassburg 1919 verlassen. 1920–25 war sie am Münchener Volkstheater/an den Vereinigten Münchener Bühnen verpflichtet. Als sie diese Stellung aufgeben musste, intervenierte ihr Sohn bei der Generaldirektion der bayerischen Staatstheater und bat mit "Unterstützung des Reichsverbandes der aus Elsass-Lothringen Vertriebenen" stellvertretend um ein Reengagement seiner Mutter. Ein Vertrag scheint trotzdem nicht zu Stande gekommen zu sein. Weitere Bühnentätigkeiten sind nicht nachweisbar. 1943 lebte S. noch in München.



Autorin: Simone Gojan



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Goja, Simone: Ella Schönemann-Heuberger, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1630–1631.

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