Else Bassermann

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* 14.1.1878 Leipzig (D), † 30.5.1961 Baden-Baden (D). ∞ 1908 →Albert Bassermann, Schauspieler.

Schauspielausbildung in Berlin, Engagements, anfangs unter ihrem ledigen Namen Else Schiff, in Breslau, Köln, Nürnberg, unter Otto Brahm am Lessing-Theater Berlin, 1908–14 unter Max Reinhardt am Deutschen Theater Berlin, 1914–19 erneut am Lessing-Theater, 1919–21 Staatstheater Berlin, danach bis 1933 an verschiedenen Berliner Bühnen und auf Tourneen, vorwiegend zusammen mit ihrem Ehemann Albert, der bei Gastverträgen zumeist auch eine Rolle für seine Ehefrau forderte. 1933 Emigration über Prag nach Wien, bis 1938 diverse Tourneen, Engagements in Wien an der Scala, am Theater in der Josefstadt, am Deutschen Volkstheater und am Theater an der Wien sowie am Neuen Deutschen Theater Prag. Zusammen mit Albert B. auch am →Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH (unter anderem 1939 als Ehepaar Ekdal in Ibsens "Die Wildente", Regie: →Wolfgang Heinz) und 1936–38 als ständiger Gast am →Stadttheater Basel. 1939 Emigration in die USA, einige kleine Filmrollen sowie diverse Bühnenrollen, unter anderem an der deutschsprachigen Emigrantenbühne The Players from Abroad in New York (unter anderem 1946 Frau Alving in Ibsens "Gespenster", Regie: Ernst Deutsch, und Marthe Schwerdtlein in Goethes "Faust", Regie: Leon Askenasy = Leon Askin; 1948 Alice in Ibsens "Baumeister Solness", Regie: Askenasy). Im September 1946 erster Auftritt in Europa nach dem Krieg am Schauspielhaus Zürich (als Alice in Ibsens "Baumeister Solness", Regie: →Werner Kraut). Diverse Tourneen unter anderem mit der Gastspieldirektion →Jürg Medicus als Frau Alving in Ibsens "Gespenster" (Regie: Albert B.) und mit →Egon Karters Schweizerischem Schauspielensemble als Marthe Schwerdtlein in Goethes "Faust" (Regie: →Leopold Biberti). Zusammen mit Albert B. als Gast an der →Komödie, Basel BS (1951 Daja in Lessings "Nathan der Weise", Regie: →Werner Hausmann). B. schrieb auch Feuilletons für die Basler "National-Zeitung". Ihr Bühnenstück "Stunde der Entscheidung" wurde auf einer Tournee gezeigt, bei der B. selbst und ihr Ehemann die Hauptrollen der Krankenschwester und des Arztes spielten (Uraufführung am 16.5.1949, Schauspielhaus Zürich). Nach Alberts Tod war B. 1952/53 unter →Heinz Hilpert am Deutschen Theater Göttingen engagiert, danach in Baden-Baden wohnhaft.



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Else Bassermann, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 128.

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