Elsie Lanz

Aus Theaterlexikon
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* 9.6.1920 Zürich, auch Elsi.

Ausbildung zur Tänzerin am →Stadttheater Zürich. Dort 1937/38 Mitglied des Bewegungschors, 1938/39 Elevin und 1939–43 Tänzerin. L. trat in Werken von →Pia und Pino Mlakar, →Hans Macke und →Heinz Rosen auf. 1944 im Duo Tournee mit →Gilbert Baur, 1944–46 Mitglied der freien Kammertanzgruppe von →Gisela Reber. Schon in Zürich arbeitete sie am liebsten mit Rosen, da dieser auf die Persönlichkeit seiner Interpreten einging; 1946 folgte sie ihm ans →Stadttheater Basel, erhielt ihren ersten Solovertrag und war bis 1948 sowie 1949/50 als Solistin in Rosens Choreografien von "Die Puppenfee" (Musik: Josef Bayer), "Die Nussknackersuite" (Musik: Tschaikowsky), "Scheherazade" (Musik: Rimski-Korsakow), "El amor brujo" (Musik: de Falla), "Façade" (Musik: William Walton), "Polowetzer-Tänze" (Musik: Alexander Borodin), "L’Indifférent" (Musik: →Hans Haug) und "Visions en masques" (Musik: →Max Lang) zu sehen. Wiederholt Unterbrechungen ihrer Tänzerinnenkarriere zur intensiven Weiterbildung, so in klassischem Tanz bei →Mario Volkart in Zürich und Olga Preobrajenska in Paris, in Ausdruckstanz bei →Mary Wigman, →Rosalia Chladek, →Rudolf von Laban und →Harald Kreutzberg sowie in spanischem Tanz bei José da Udaeta (→Susana y José). L. war 1950–52 auf Tourneen durch die Schweiz und Deutschland Partnerin von →Roger George in gemeinsamen Tanzabenden mit Soli wie "Klagelied einer Schwarzen" (Musik: Bfar Fairchild) und Duos wie "Präludien" (Musik: Bach). Gleichzeitig gastweise Weiterbildung an der Folkwang-Schule in Essen. 1952–54 Engagement als Solistin am Theater Hagen, 1956 gab L. auf Grund einer Fussverletzung das Tanzen auf. Nach kurzer Zeit als Tanzpädagogin berufliche Neuorientierung. Erst seit ihrer Pensionierung ist L. wieder künstlerisch tätig, sie zeichnet und malt.



Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Elsie Lanz, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1079.

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