Emanuela von Frankenberg

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* 20.2.1961 Basel.

1978–81 Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Noch als Studentin erstes Engagement am Burgtheater Wien (bis 1983) unter der Direktion von →Achim Benning. Dort verkörperte F. beispielsweise Martha Bessel in →Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen", Lucy in Bruckners "Krankheit der Jugend" (Regie beide: Dieter Giesing), Wilhelmine in Lenz’ "Der neue Menoza" (Regie: →Benno Besson), Hedwig in Ibsens "Die Wildente", Dunjascha in Tschechows "Der Kirschgarten" (Regie: Benning) und Bianca in Shakespeares "Othello" (Regie: →Hans Lietzau). Ab 1983 gastierte F. als freischaffende Schauspielerin an verschiedenen wichtigen Bühnen im deutschsprachigen Raum. So spielte sie unter anderem am Schauspiel Köln (1983–84 Eglé in Marivaux’ "Der Streit", Regie: Benjamin Korn, Anja in Tschechows "Der Kirschgarten" und Irma in Klaus Pohls "Das Alte Land", Regie beide: →Jürgen Flimm), in Hamburg am Deutschen Schauspielhaus (1985 Cariola in John Websters "Die Herzogin von Malfi", Regie: Peter Zadek) und an den Kammerspielen (1994 Patricia in der deutschsprachigen Erstaufführung von Donald Margulies’ "Waxman", Regie: Arie Zinger), in Stuttgart am Staatstheater unter Ivan Nagel und an der Staatsoper (1998 die Schauspielrolle der Konstanze in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail", Regie: Hans Neuenfels), in Wien erneut am Burgtheater unter Claus Peymann (1986 Nina in Tschechows "Die Möwe", Regie: Harald Clemen), an den Wiener Festwochen (1998 Fanchette in Horváths "Figaro lässt sich scheiden", Regie: →Luc Bondy) und am Volkstheater (1999 Titelrolle in der deutschsprachigen Erstaufführung von David Hares "Amy’s Welt", Regie: Zinger), in Berlin an der Freien Volksbühne (1988 mehrere Rollen in Neuenfels’ Kleist-Projekt "Der tollwütige Mund – Stationen eines Europäers", 1989 Lena in Büchners "Leonce und Lena", Regie: Christof Nel) und am Maxim Gorki Theater (1996 Hilde Wangel in Ibsens "Baumeister Solness", Regie: Zinger), am Residenztheater München sowie am →Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH, vor allem unter der Intendanz von Benning. Zu F.s Zürcher Rollen gehörten unter anderem 1990 Monika Frunz in der Uraufführung von →Thomas Hürlimanns "Der letzte Gast" (Regie: Benning) und Prinzessin Natalie in Kleists "Prinz Friedrich von Homburg", 1991 Mariane in Molières "Der Geizige" (Regie: Rudolf Noelte), Marie Moser in Schnitzlers "Der Ruf des Lebens" (Regie: Benning), Gila in Pinters "Noch einen Letzten" und Liz in der deutschsprachigen Erstaufführung von dessen "Party Time" (Regie: Peter Palitzsch), 1993 Frau Elvsted in Ibsens "Hedda Gabler" (Regie: Zinger) und 1997 Kupavina in Ostrovskijs "Wölfe und Schafe" (Regie: Benning). Mehrere Film- und Fernsehrollen, darunter 1994–95 Monika Caduff in der Fernsehserie "Die Direktorin" (Schweizer Fernsehen DRS).



Autorin: Tanja Stenzl



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Emanuela von Frankenberg, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 624–625.

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