Emil Bader

Aus Theaterlexikon
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* 2.4.1908 Affoltern am Albis ZH, † 30.3.1987 Wädenswil ZH.

Nach einer kaufmännischen Ausbildung ab 1929 als Verwaltungsbeamter in Wädenswil tätig. 1938 bis zu seiner Pensionierung Gemeindeschreiber von Wädenswil. Anlässlich des Zürcher Kantonalturnfestes in Wädenswil wurde 1938 das von ihm in Mundart verfasste Festspiel "Bi öis am See" mit rund 500 Mitwirkenden aufgeführt. Dieser Anlass war ein wesentlicher Beweggrund für B., 1945 die →Freunde des Volkstheaters Wädenswil, Wädenswil ZH zu gründen, denen er bis 1957 als Obmann vorstand. Er trat selbst in zahlreichen Hauptrollen auf. In den fünfziger Jahren begann B., bekannte Stücke für die Spielgemeinschaft in den Zürcher Dialekt zu übertragen, und es gelang ihm, sie in der eigenen Landschaft und Geschichte zu verankern. Diese wie auch andere Stücke führte die Gruppe jeweils im Winter auf der Bühne des Hotels Engel in Wädenswil auf: unter anderem 1959 die Dialektkomödie "Ehrbar vo A bis Z" nach →Fritz Hochwälders "Der Unschuldige", 1969 "Katharina Knie" nach →Carl Zuckmayers gleichnamigem Drama, womit die Laientheatergruppe einen grossen Erfolg erzielte, 1970 "Es Fröiläin ooni Adrässe" nach Nestroys "Das Mädl aus der Vorstadt oder Ehrlich währt am längsten", 1973 das Legendenspiel "Liliom" nach Molnárs gleichnamiger Vorlage und 1972 eine Dialektfassung von →Max Frischs "Biedermann und die Brandstifter".



Autor: Reto Caluori



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Caluori, Reto: Emil Bader, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 101.

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