Erich Aberle

Aus Theaterlexikon
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* 11.1.1922 Mährisch-Ostrau (Ostrava, heute: CZ), † 20.10.2002 Thun BE. ∞ I. Polly Heinzl, Tänzerin.

Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums in Mährisch-Ostrau studierte A. 1940–42 Schauspiel an der Staatsakademie in Wien. 1945–47 Engagement am Innsbrucker Landestheater, 1947–59 Ensemblemitglied des →Stadttheaters Bern, Bern BE dort spielte er über hundert Rollen, darunter Ferdinand in Schillers "Kabale und Liebe" (Regie: →Raimund Bucher), die Titelrollen in Schillers "Don Carlos" (Regie: →Paul Kalbeck) und "Wilhelm Tell" (Regie: →Marc Doswald), in Shakespeares "Romeo und Julia" (Regie: →Raoul Alster) und "Macbeth" (Regie: →Rudolf Hammacher). A. reüssierte auch als Operettendarsteller, beispielsweise 1954 als Sheriff in der Uraufführung von Emmerich Kálmáns "Arizona Lady" (Regie: →Walter Lederer) und 1957 als Fred Graham/Petruchio in Cole Porters "Kiss Me, Kate" (Regie: →Stephan Beinl). Daneben gastierte A. am →Stadttheater Basel (unter anderem 1959 Jason in Jeffers’ "Medea", Regie: Rudolf Hofmann). 1959–66 war A. Ensemblemitglied des Schauspielhauses Bochum, 1967–72 des Wiener Burgtheaters, wo er als Brabantio in Shakespeares "Othello" (Regie: Fritz Kortner) debütierte. 1972–74 war A. an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart und danach bis 1989 erneut am Burgtheater engagiert, wo er unter anderem als Engstrand in Ibsens "Gespenster" und als Krogstadt in "Nora oder Ein Puppenheim" sowie als Doktor Makarow in Gorkis "Barbaren" zu sehen war. 1990/91 gastierte A. am →Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH (unter anderem Flint in Schnitzlers "Professor Bernhardi", Regie: →Achim Benning). 1991 verabschiedete er sich von der Bühne in der Rolle des Kaisers in Emil Wächters "Totentanz" (Regie: →Peter Arens), einer Freilichtproduktion des Stadttheaters Bern auf dem Berner Münsterplatz.

Auszeichnungen

  • Silbernes Ehrenzeichen der Republik Österreich.


Autorin: Julia Danielczyk



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Danielczyk, Julia: Erich Aberle, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 21-22.

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