Erich Frohwein

Aus Theaterlexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

* 3.1.1901 Köln (D), † 4.8.1958 Bern.

F. begann seine Laufbahn als Schauspieler am Nationaltheater Mannheim und 1920/21 am Stadttheater Lübeck. Dann Gesangsstudien in Mannheim und Hamburg. Engagements als Sänger 1926–28 am Stadttheater Heidelberg, 1928/29 an der Berliner Kammeroper, 1929/30 am →Stadttheater Basel und 1930–56 am →Stadttheater Bern, Bern BE. F. wurde als stimmgewaltiger, spielbegabter Bassbuffo und Charakter-Bassbariton in Bern überaus populär und debütierte dort als Alberich in →Richard Wagners "Der Ring des Nibelungen". Von Wagner sang er ausserdem Beckmesser in "Die Meistersinger von Nürnberg" und Klingsor in "Parsifal". Seine besondere Domäne waren aber die Spielopern und Operetten des französischen und deutschen Repertoires sowie die Werke von Mozart. In der Schweizer Erstaufführung von Richard Strauss’ "Arabella" sang F. Graf Waldner (1933, Regie: →Wilhelm von Hohenesche, musikalische Leitung: →Albert Nef). Gastverpflichtungen unter anderem am Stadttheater Basel (1942/43 als Baron Ochs in Richard Strauss’ "Der Rosenkavalier") und 1936–40 mehrmals am →Stadttheater Zürich (unter anderem als Dr. Bartolo in Rossinis "Il barbiere di Siviglia"). Daneben führte F. häufig Regie, unter anderem am Stadttheater Basel 1929/30 bei Puccinis "Gianni Schicchi" und "La Bohème" sowie am Stadttheater Bern bei Verdis "Rigoletto" (1943) und "Il Trovatore" (1946), Richard Strauss’ "Der Rosenkavalier" (1943), Wagners "Tannhäuser" (1944) und "Parsifal" (1945), Bizets "Carmen" (1945) sowie zuletzt bei Tschaikowskys "Eugen Onegin" (1955). Eine schwere Krankheit zwang ihn zur Aufgabe seiner Karriere.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Erich Frohwein, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 648.

Normdaten