Erwin Schumann

Aus Theaterlexikon
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* 12.8.1953 Guatemala City (GCA).

1971–76 Psychologiestudium, ab 1974 Tanzausbildung in Ballett, Atem- und Entspannungstechnik sowie nach den Methoden von Alwin Nikolais und Merce Cunningham, in Bewegungstheater nach Grotowski sowie in Musiktheorie. 1977 Solist am Ballet Moderno de Guatemala unter Denis Carey. 1978 Stipendium zur Weiterbildung in den USA bei José Limón und Jennifer Muller. Seit Ende 1978 lebt S. in der Schweiz und ist als Pädagoge, Tänzer und Choreograf tätig. Er begann als Modern- und Improvisationslehrer an der →Scuola Teatro Dimitri in Verscio, eröffnete 1981 sein eigenes Studio, war ab 1982 auch Lehrer für die professionellen Ausbildungsklassen der Tanztheaterschule PLUS des →CH-Tanztheaters in Zürich und unterrichtet an der Comart in Zürich. 1979 gründete S. die Tamuté Company Dance Theater und brachte alljährlich abendfüllende Produktionen heraus, darunter 1979 "Poesia alla vita", 1980 "Nati liberi o no", 1981 "Short Stories", 1989 in Zusammenarbeit mit Malern und Bildhauern "99,99999999 Prozent aus leerem Raum", 1991 für die 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft "Viriditas" bis hin zu "An Evening of Three Different Dances" 1997 und zum Solostück "A Man of Many Faces" 1998. S.s Aufführungen sind gekennzeichnet durch eine persönlich gefärbte Verschmelzung von Tanz, Musik, Theater und bildender Kunst und das Engagement, mit dem aktuelle Themen aufgegriffen werden. Die Gruppe trat in der Schweiz, Österreich, Deutschland, Guatemala und Mexiko sowie 1992 im Schweizer Pavillon der Weltausstellung in Sevilla auf. S. erhielt vom Präsidialdepartement der Stadt Zürich bis 1995 regelmässig Subventionen für die Produktionen und 1997 eine Ehrengabe.



Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Erwin Schumann, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1642.

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