Eva Brunner

Aus Theaterlexikon
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* 23.11.1952 Luzern.

1973–75 Sprachstudien in London, Barcelona und Turin, 1976–84 in Rom Regieassistentin freier Gruppen, Übersetzerin von Drehbüchern, Deutsch- und Englischlehrerin. 1979–82 Studium der Medienwissenschaften an der American University of Rome. 1985/86 Hausautorin am →Stadttheater Luzern. 1987 erhielt B. ein Aufenthaltsstipendium für junge deutschsprachige Autorinnen und Autoren des Berliner Senats und arbeitete anschliessend in Berlin als Autorin und Übersetzerin von Stücken, Spielfilmen und Fernsehserien aus dem Englischen und Italienischen. B. verfasste neben Erzählungen und Arbeiten für den Hörfunk ("Frieda Flachmann", 1997) Stücke mit einer starken Tendenz zum Theater des Absurden. Für die Bühne adaptierte sie Franz Kafkas Erzählung "Die Verwandlung" unter dem Titel "K. Allotropos" (Uraufführung Teatro dell’ Orologio, Rom 1982). Ebenfalls in Italienisch uraufgeführt wurde "Kalt", ein Stück über drei Frauen in einem Bunker nach einem atomaren Angriff (Uraufführung Teatro in Trastevere, Rom 1984; deutsche Fassung: Mobiles Studio des Stadttheaters Luzern, 12.1.1985). Ihr achtjähriger Italienaufenthalt inspirierte B. zu "Granit – Goethe tief in der Schweiz" (Uraufführung Stadttheater Luzern, 13.11.1985; Inszenierung: Jean-Paul Anderhub). Darin will Goethe nach Italien reisen und bleibt auf halbem Wege in der Schweiz stecken. Seit 1987 vermehrt Kinderstücke: "Inga und der Pinguin" (1987), "Von wegen Abwege" (zusammen mit W. Heyder, G. Klein, S. Majer; Uraufführung Theater Zerbrochene Fenster, Berlin 1988), "Krokodilstränen" (1992, 1994 von den →Luzerner Spielleuten unter dem Titel "Alles wird gut" aufgeführt).

Auszeichnungen

  • 1988 Stipendium für Berliner Schriftsteller,
  • 1997 Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste zu Berlin.


Autorin: Esther Ackermann



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Ackermann, Esther: Eva Brunner, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 280.

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