Eva Fuhrer

Aus Theaterlexikon
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* 22.10.1950 Biel BE. Tochter des Kunstmalers Simon F.

1968–73 Ausbildung an der Grande Ecole de Danse in Bern bei →Frédéric Stebler und Vladimir Brosko (Ballett, Folklore, Jazztanz). 1972 trat sie im Ballettensemble des →Stadttheaters Bern (Leitung →Anna Menge) unter ihrem Ehenamen Schär auf. 1974–78 Lehrtätigkeit an Tanzschulen in Bern, Langenthal und Moutier. 1978–83 gehörte sie als einzige Tänzerin zum →Theaterkollektiv Studio am Montag in Bern und wirkte auch darüber hinaus in einzelnen Produktionen mit. Mit →Norbert Klassen, →Janet Haufler, Brigitte Bissegger und →Rudolf Bobber widmete sich Schär experimentellen Theaterprojekten und Performances wie zum Beispiel "Karin mit den Rädchen im Kopf" (1982), "Projekt ohne Titel" (1982) und "Der Schatten des Feuers" (1987). Ab 1984 unter ihrem ledigen Namen F. freischaffende Schauspielerin und Tanzperformerin mit "Zwielicht" (1984), "In der einzigen Dauer" (1990), "Vorübergehen" (1995). In ihrer strengen Beschränkung auf Raum, Zeit und Körper ist die Arbeit von F. von asketischer Schlichtheit geprägt. F. selbst bezeichnet die atmosphärisch dichten, bewegten Bilder als "Musik für die Augen". 1989–92 Regie und Regieassistenz bei Produktionen des →Theaters Chindlifrässer in Bern. Seit 1991 leitet F. ein eigenes Tanzstudio in Bern. Mitwirkung in Filmen von Hans W. Geissendörfer, Bernhard Giger und Peter von Gunten.



Autorin: Agathe Blaser



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blaser, Agathe: Eva Fuhrer, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 656.

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