Eva Maria Rogner

Aus Theaterlexikon
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* 31.5.1928 Zürich. Tochter des Musikpädagogen und Dirigenten Hans R., Bruder von Felix R., Leiter des →Theaters am Hechtplatz Zürich und Jazzmusiker.

Gesangsstudien in Zürich (bei →Sylvia Gähwiller), Tübingen, München und Freiburg im Breisgau (bei Margarete von Winterfeldt). Engagements 1955–57 am →Stadttheater Luzern, 1957–60 am →Stadttheater Zürich, 1958–67 an der Hamburgischen Staatsoper (als ständiger Gast) und 1960–66 an der Bayerischen Staatsoper München. R. debütierte in Luzern als Opernsoubrette (Arsena in Johann Strauß’ "Der Zigeunerbaron"). Sie hatte besonders als lyrische Koloratursopranistin grosse Erfolge: als Norina in Donizettis "Don Pasquale" und Lucia in dessen "Lucia di Lammermoor", Baronin Freimann in Lortzings "Der Wildschütz", Konstanze in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail" und Königin der Nacht in dessen "Zauberflöte", Olympia in Offenbachs "Les Contes d’Hoffmann", Rosina in Rossinis "Il barbiere di Siviglia", in den Richard-Strauss-Rollen Fiakermilli in "Arabella", Zerbinetta in "Ariadne auf Naxos", Sophie in "Der Rosenkavalier" und Aminta in "Die schweigsame Frau", als Philine in Thomas’ "Mignon", Gilda in Verdis "Rigoletto" und Ännchen in Webers "Der Freischütz". Sie gastierte an der Deutschen Oper Berlin (unter anderem als Königin der Nacht), am →Stadttheater Bern (als Siébel in Gounods "Faust"), an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duis­burg (unter anderem als Konstanze und Königin der Nacht), am →Grand Théâtre in Genf (unter anderem 1968 als Italienerin in Menottis "Der Konsul", Regie: Menotti, musikalische Leitung: →Jean-Marie Auberson), am Opernhaus Graz (Zerbinetta), an der Covent Garden Opera London (1959 Königin der Nacht), am Teatro dell’Opera Rom, an der Opéra du Rhin Strassburg (Königin der Nacht), an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart (unter anderem Rosina unter der Regie von Günther Rennert), an der Staatsoper Wien (1960–65 Königin der Nacht, Fiakermilli, Zerbinetta), an der Volksoper Wien (unter anderem Madeleine in Adams "Le Postillon de Lonjumeau", Konstanze und Rosina) sowie am →Opernhaus Zürich (Junifestwochen 1967 als Despina in Mozarts "Così fan tutte"). R. sang in den Uraufführungen von →Heinrich Sutermeisters "Seraphine oder Die stumme Apothekerin" die Titelpartie (1960 szenische Uraufführung, Cuvilliés-Theater München, musikalische Leitung: Heinrich Bender) und von Henzes "Elegie für junge Liebende" Hilda Mack (1961, Schwetzinger Festspiele, Regie: Henze, musikalische Leitung: Bender). Grosse Bedeutung auch als Konzertsängerin. Mehrere Einspielungen auf Tonträger. Beendete ihre Karriere 1970 aus familiären Gründen.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Eva Maria Rogner, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1512.

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