Félix Duméril

Aus Theaterlexikon
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* 22.1.1971 Nantes (F).

1975 Übersiedlung nach Zürich, Schulen in Zürich. Unterricht bei →Doris Catana und →Nestor Mondino in Zürich, 1988–90 Tanzausbildung an der →Schweizerischen Ballettberufsschule bei Anne Woolliams in Zürich, anschliessend Schüler von →Martin Schläpfer in Basel. Dank eines →Migros-Ballettstipendiums Studium an der John Cranko-Schule Stuttgart. Abschluss der Tanzausbildung 1991 am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Engagement 1991 beim Modern Dance Ensemble De Rotterdamse Dansgroep. Ab 1993 als freischaffender Tänzer unter anderem beim Stuttgarter Ensemble T(r)anzform von Daniela Kurz, bei der Pretty Ugly Dance Company (Leitung: Amanda Miller) und Ivan Wolfe (Pool Company). 1994–99 als kraftvoller, versierter Tänzer am Ballett des →Stadttheaters Bern unter der Ballettdirektion Schläpfers engagiert. 1995 tanzte er den Kastschei in Schläpfers Version von Strawinskys "Der Feuervogel"; weitere Soloparts unter anderem in Schläpfers Choreografien "Divertimento" (Musik: Bartók, 1996), "Stabat Mater" (Musik: Pergolesi, 1997), "Die vier Jahreszeiten" (Musik: Vivaldi, 1999) sowie in Hans van Manens Choreografie "Kleines Requiem" (Musik: Górecki) und Daniela Kurz’ "Hotel Suvretta" (Musik: Gija Kantscheli; beide: 1998). Eigene Choreografien am Stadttheater Bern: 1997 "Box Man" für den Workshop "Junge Choreographen" und 1999 "Fil à soi(e)" (Musik: Arvo Pärt). 1999 trat D. Schläpfers Nachfolge als Ballettdirektor des Stadttheaters Bern an und leitete es bis 2004. Die Kompanie wurde reorganisiert (mehr als die Hälfte Neuengagements) und verkleinert (rund sechzehn Tänzerinnen und Tänzer). Ballettmeister und Choreograf: →Oliver Dähler (bis 2002). Choreografien von D.: 2000 zu Astor Piazzollas "Concerto für Bandoneón" (musikalische Leitung: Daniel Zisman), "Cinématic" (Musik: Collage aus Filmmusiken von Bernard Herrmann), "Herland" (Musik: "Night Prayers" von Gija Kantscheli), 2001 "Ein Sommernachtstraum" (Musik: Felix Mendelssohn Bartholdy) und die Schweizer Erstaufführung von Piazzollas "Maria de Buenos Aires" (musikalische Leitung: Zisman).



Autorin: Lilo Weber



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Weber, Lilo: Félix Duméril, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 497–498.

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