Felix Moeschlin

Aus Theaterlexikon
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* 31.7.1882 Basel, † 4.10.1969 Basel.

M. studierte Botanik, Geologie und Nationalökonomie in Zürich und Basel, schloss das Studium aber nicht ab, sondern wurde Schriftsteller und Publizist (Herausgeber, Redaktor und Mitarbeiter verschiedener Zeitungen und Zeitschriften). M. verfasste etliche Dramen und Einakter, von denen nur wenige gespielt wurden (im folgenden Uraufführungen: "Diamanten", 15.4.1914 →Stadttheater Basel; "Alte Liebe rostet nicht", 1921 →Freie Bühne Zürich; "Die zehnte Frau", 4.4.1923 Stadttheater Basel; und, als bedeutendstes, das Stationendrama "Die Revolution des Herzens", publiziert 1918, uraufgeführt 12.3.1925 am →Schauspielhaus Zürich). 1923/24 Oberspielleiter des am 1.9.1923 gegründeten Wandertheaters "Volksbühne", domiziliert in der Stadthalle Zürich. 1938 reichte M. ein Festspiel für die Landesausstellung ein, das jedoch nicht angenommen wurde. 1940–47 Nationalrat (Landesring der Unabhängigen). Verfasser zahlreicher Romane: "Der Amerika-Johann" (1912), "Der schöne Fersen" (1937, ein internationaler Erfolg), "Wir durchbohren den Gotthard" (zwei Bände, 1947/1949). M. war 1924–42 Präsident, dann Ehrenpräsident des →SSV. Er setzte sich für die materielle Besserstellung der Schweizer Schriftsteller ein, war aber auch mitverantwortlich für die restriktive, von Konkurrenzangst geprägte Haltung des SSV gegenüber emigrierten Autoren.

Auszeichnungen

  • 1933 Dr. h. c. der Universität Zürich,
  • 1936 Zürcher Literaturpreis,
  • 1962 Kunstpreis des Kantons Solothurn,
  • 24.6.1962 Ehrenbürger seiner Heimatgemeinde Witterswil im Kanton Solothurn.

Literatur

  • Wamister, Christof: F. M. – Leben und Werk, 1982.

Nachlass

  • Teilnachlass in der Universitätsbibliothek Basel.


Autor: Tobias Hoffmann-Allenspach



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Hoffmann-Allenspach, Tobias: Felix Moeschlin, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1256–1257.

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