Frédéric Bucher

Aus Theaterlexikon
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* 7.4.1917 Chiasso TI, auch Fritz. ∞ Lotti (Charlotte) Christeler, Tänzerin.

1933–35 liess sich B. zum Tänzer ausbilden und nahm Unterricht in Ausdruckstanz bei →Mary Wigman sowie in klassischem Tanz bei Herbert Freund, Tatjana Gsovsky und Friderica Derra de Moroda. 1935/36 tanzte B. an den Städtischen Bühnen Hannover unter der Ballettdirektion von Yvonne Georgi, 1936/37 an den Städtischen Bühnen Wuppertal, 1937/38 an den Städtischen Bühnen Düsseldorf, 1938–42 als Solist und Choreograf an der Volksoper Berlin und 1942/43 als Solotänzer an den Bühnen der Reichsmessestadt Leipzig. Daneben gab er Solotanzabende und leitete 1942 in Berlin die Kammertanzgruppe "Die Tanzkomödianten". Nach seiner Rückkehr in die Schweiz 1943 leistete er Militärdienst und trat 1943/44 als Gastsolist am →Stadttheater Basel auf, zum Beispiel in der Uraufführung von "Kirke" (Musik: →Max Lang, Choreografie: →Max Terpis). Am →Stadttheater Zürich, wo er bereits 1942 als Daphnis in "Daphnis und Chloë"(Musik: Ravel, Choreografie: →Hans Macke) gastiert hatte, tanzte er 1944 in der Uraufführung von "Horace victorieux" (Musik: →Arthur Honegger, Inszenierung und Choreografie: Macke, im Rahmen der Junifestwochen) und in "Le Devin du village" (Musik: →Jean-Jacques Rousseau, Inszenierung: →Karl Schmid-Bloß, Choreografie: →Heinz Rosen, im Schipfgut in Herrliberg). Daneben gab B. weiterhin eigene Tanzabende. Später trat er auch mit dem →Cabaret Kaktus, Basel BS und dem Reber-Ballett (→Gisela Reber) auf. 1946 schloss sich B. den Ballets Jooss in England an und unternahm mit dieser Kompanie 1947/48 eine Amerikatournee, bevor er 1948 seine Tanzkarriere beendete.



Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Frédéric Bucher, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 286.

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