Frédéric Stebler

Aus Theaterlexikon
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* 14.8.1912 Münchenstein BL, † 16.1.1998 Bern.

Nach Unterricht in der Labantechnik bei →Katja Wulff in Basel absolvierte S. ab 1935 eine Ballettausbildung bei Olga Preobrajenska in Paris. Ab 1939 tanzte S. in Wulffs Kammertanzgruppe in Basel, 1943 trat er als Tod in →Marietta von Meyenburgs "Totentanz zu Basel im Jahre 1943" (Musik: →Frank Martin) auf. Ab 1945 Engagement beim Ballet de Monte Carlo/Grand Ballet du Marquis de Cuevas. 1955 war er Tanzlehrer an der Académie Libanaise in Beirut, 1956–59 Leiter der →Schweizerischen Theatertanzschule in Zürich. Obwohl S. mit modernen Tanztechniken vertraut war, befürwortete er die "pureté absolue" des klassischen Balletts. 1959/60 Ballettdirektor am →Stadttheater Luzern, 1960/61 Ballettdirektor am →Stadttheater Bern, wo er unter anderem "Der Nussknacker" (Musik: Tschaikowsky) und "Der verlorene Sohn" (Musik: Prokofjew) choreografierte. 1964–65 arbeitete S. als Ballettmeister der Ballets de Paris von Zizi Jeanmaire/Roland Petit, die er auf Tourneen in die USA, nach Kanada und Südafrika begleitete. In den sechziger Jahren wirkte er zudem in Brüssel als Gastlehrer beim Ballet du XXe siècle von →Maurice Béjart und choreografierte für das Schweizer Fernsehen Monteverdis "Il Combatimento" (1967). Mit Vladimir Brosko (1926–2005) gründete S. 1963 die heute noch bestehende Grande Ecole de danse in Bern.



Autorin: Agathe Blaser



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blaser, Agathe: Frédéric Stebler, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1735.

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