Francisco Araiza

Aus Theaterlexikon
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* 4.10.1950 Mexiko-Stadt (MEX).

Zunächst Betriebswirtschaftsstudium, ab 1968 parallel dazu Gesangs- und Musikstudien in Mexiko-Stadt (unter anderem bei Irma Gonzalez) und München. 1975–77 Engagement am Staatstheater Karlsruhe (Debüt als Ferrando in Mozarts "Così fan tutte"). Seit 1977 am →Opernhaus Zürich, Zürich ZH. Wichtigste Gastverpflichtungen: Barcelona, Deutsche Oper und Staatsoper Unter den Linden Berlin, Brüssel, Chicago, Hamburg, Covent Garden Opera London (Debüt 1983 als Ernesto in Donizettis "Don Pasquale"), Mexiko-Stadt, Teatro alla Scala in Mailand, Bayerische Staatsoper München (ab 1978), Metropolitan Opera New York (Debüt 1984 als Belmonte in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail"), Opéra Bastille Paris, Prag, Rom, San Francisco (1984 USA-Debüt als Don Ramiro in Rossinis "La Cenerentola"), Tokio, Staatsoper Wien sowie bei den Festspielen von Aix-en-Provence, Bayreuth, Bregenz, Macerata, Pesaro und Salzburg. A. sang in den ersten zehn Jahren vorwiegend Partien für lyrischen Tenor mit den Schwerpunkten Bellini, Donizetti, Rossini und Mozart. Ab Mitte der achtziger Jahre nahm A. kontinuierlich Aufgaben aus dem italienischen, französischen und deutschen Fach für jugendlichen Heldentenor in sein Repertoire auf. In Zürich verkörperte er seither die folgenden Partien: Don José in Bizets "Carmen", Edgardo in Donizettis "Lucia di Lammermoor", die Titelpartien in Giordanos "Andrea Chénier", Gounods "Roméo et Juliette" und "Faust", Massenets "Werther" sowie Offenbachs "Les Contes d’Hoffmann", Siegnot in Pfitzners "Die Rose vom Liebesgarten" (1998 Schweizer Erstaufführung, Regie: David Pountney, musikalische Leitung: →Franz Welser-Möst), die Puccini-Partien Rodolfo in "La Bohème", Pinkerton in "Madama Butterfly", Cavaradossi in "Tosca", die Verdi-Partien Gustavo III in "Un ballo in maschera", Alvaro in "La forza del destino" und die Titelpartie in "Don Carlo", die Titelpartie in →Richard Wagners "Lohengrin" und Loge in dessen "Rheingold". Ein samtenes Stimmtimbre, eine exzellente Diktion verbunden mit sicherem schauspielerischem Instinkt machen A. zu einem herausragenden Sängerdarsteller. Bedeutender Konzert- und Liedersänger. Veranstalter von Meisterkursen. Zahlreiche Einspielungen auf Tonträger.

Auszeichnungen

unter anderem

  • 1988 Ernennung zum Kammersänger der Wiener Staatsoper,
  • 1991 Mozart-Medaille der Universität von Mexiko-Stadt,
  • diverse Schallplattenpreise.

Literatur

  • Baumann, Christiana: F. A., 1988.


Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Francisco Araiza, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 62.

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