Franz Everth

Aus Theaterlexikon
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* 22.5.1880 Berlin (D), † 19.6.1965 Lenzkirch (D). ∞ Erna von Georgi, Sängerin.

Debüt 1900 am Königlichen Schauspielhaus Berlin, erste Engagements (zunächst als jugendlicher Held, dann im schweren Fach) in Meiningen, Dresden, an den Barnowsky-Bühnen Berlin, 1908–13 bei Louise Dumont und Gustav Lindemann am Schauspielhaus Düsseldorf, in Wiesbaden und am National-Theater Mannheim. 1921–25 Engagement am →Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH, wo E. insgesamt über fünfzig Rollen spielte, darunter die Titelrollen in Schillers "Wilhelm Tell", Shakespeares "Othello", Gerhart Hauptmanns "Florian Geyer" und Ernst Tollers "Hinkemann", Petrucchio in Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung", Tempelherr in Lessings "Nathan der Weise". In Zürich begann E., Regie zu führen, unter anderem setzte er Ibsens "Ein Volksfeind" (mit sich selbst als Stockmann) und Hofmannsthals "Jedermann" in Szene. 1925–32 war E. zunächst als Schauspieler und Regisseur, ab 1928 auch als Stellvertreter der General-Intendanten erneut bei Dumont und Lindemann am Schauspielhaus Düsseldorf tätig; 1932 inszenierte er gemeinsam mit Lindemann mit grossem Erfolg Goethes "Faust II". 1932–34 Oberspielleiter (ab 1933 stellvertretender Intendant) der Städtischen Bühnen Köln, daneben Gastregisseur am Theater des Volkes Berlin (1934 Inszenierung von Forsters "Alle gegen einen, einer für alle"), 1934/35 Oberspielleiter und stellvertretender Intendant, 1935–44 General-Intendant des Hessischen Landestheaters Darmstadt, nach dem Kriegsende zunächst Schauspieldirektor, dann bis 1951 Intendant der Städtischen Bühnen Freiburg im Breisgau, 1951–53 Schauspieler und Regisseur am Badischen Staatstheater Karlsruhe, 1952–55 Gastregisseur am Staatstheater Mainz, danach Rückzug ins Privatleben.



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Franz Everth, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 548.

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