Franz Keller

Aus Theaterlexikon
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* 13.7.1922 Freidorf bei Temesburg (Temeswar/Timisoara, heute: RO).

Nach dem Studium war K. zunächst fünf Jahre als Lehrer für Deutsch und Französisch in Bukarest tätig. Ab 1953 wirkte er als Schauspieler, zunächst am damals neu gegründeten Deutschen Staatstheater Temeswar/Teatrul German de Stat Timisoara (unter anderem 1955 Wurm in Schillers "Kabale und Liebe"), danach am Deutschen Theater Hermannstadt (Sibiu). Nach der Übersiedlung in die BRD spielte K. 1974–76 an der Komödie im Marquardt in Stuttgart und gastierte 1976 an der Freien Volksbühne Berlin (Johann in Nestroys "Höllenangst", Regie: Kurt Hübner). Es folgten Engagements 1976–78 am →Schauspielhaus Zürich (Schmied/Johann/Rauchfangkehrer in Nestroys "Höllenangst", Regie: →Michael Hampe), 1978–88 unter der Direktion von →Horst Statkus an den →Basler Theatern (1982 Brofy in Kesselrings "Arsen und Spitzenhäubchen", 1983 Wirt in →Max Frischs "Andorra", 1984 Zeremonienmeister in Büchners "Leonce und Lena", 1985 Dettmichel in Sternheims "Die Kassette", 1988 zweiter Totengräber in Shakespeares "Hamlet"), daneben gastierte K. auf Tournee und am →Stadttheater Bern (1985 Frosch in Johann Strauß’ "Die Fledermaus"). 1987–88 war K. unter der Direktion von Statkus gastweise am →Stadttheater Luzern engagiert (Hirte des Laios in Sophokles’ "König Oedipus", Eginhardt von der Wart in Kleists "Das Käthchen von Heilbronn", ein Buchhalter in Horváths "Glaube Liebe Hoffnung"), 1989 bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel, 1989–92 an den Städtischen Bühnen Freiburg im Breisgau, danach arbeitete K. freischaffend und war unter anderem in kleineren Fernsehrollen zu sehen.



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Franz Keller, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 977–978.

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