Franziska Greising

Aus Theaterlexikon
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* 12.9.1943 Luzern.

Handelsdiplom in Luzern; 1963–65 Ausbildung zur Kindergärtnerin in Zürich. Zehn Jahre als Kindergärtnerin tätig, später auch als Büroangestellte und Galeriemitarbeiterin. In der Spielzeit 1986/87 dank der Dramatikerförderung des Bundes Praktikum am →Stadttheater Luzern. Im Anschluss daran entstand ihr erster Theatertext: "Die Würde ist ein Federspiel" (1987, nicht aufgeführt). Es folgte als Auftragsarbeit eine Mundartübersetzung von Lessings "Nathan der Weise" (Erstaufführung 19.2.1988, →Kleintheater Luzern durch die Theatergruppe Spektakulum Luzern, Regie: Susanne Zürrer). Im Rahmen eines Wettbewerbs schrieb G. das Exposé zu "Pfäfferwiiber", das 1996 mit dem ersten Preis, einem Werkbeitrag, der Konferenz der Innerschweizer Kulturbeauftragten ausgezeichnet wurde. Von der Autorin zur Aufführungsreife gebracht, fand die Uraufführung am 6.8.1997 durch die →Theatergruppe Chärnehus im Klosterhof Einsiedeln statt (Regie: Bettina Schmid). G.s bisher letzter Theatertext ist das Mundartstück "S Hochsigsfoti" (Uraufführung 6.3.1999 in Willisau durch die dortige →Theatergesellschaft, Regie: Livio Andreina). Weitere Bühnentexte: "Der Mantel" (1993); "Die Frau. Die Alte. Der Mann" (1993, neue Fassung 1998 unter dem Titel "Die Frau. Die Alte. Das Haus"). G. besuchte Theaterworkshops unter der Leitung von →Barbara Liebster (in Boswil) und →Felix Rellstab (in Pettenasco, Italien). Sie lebt als freie Schriftstellerin in Luzern. Verfasserin von Erzählungen ("Kammerstille", 1983) und Gedichten, eines Hörspiels ("Henkelmeiers Fall", 1992) und eines Romans ("Das Schweinewunder", 2000).

Auszeichnungen

  • 1983 Werkpreis Luzerner Literaturpreiskommission.


Autor: Tobias Hoffmann-Allenspach



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Hoffmann-Allenspach, Tobias: Franziska Greising, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 749–750.

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