Fred Haltiner

Aus Theaterlexikon
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* 15.12.1936 Rhäzüns GR, † 7.12.1973 Zürich, eigentlich Alfred H.

H. arbeitete zunächst als Hirtenjunge, Totengräber und Bäcker, dann absolvierte er eine kaufmännische Lehre und war bei Versicherungsgesellschaften tätig. Schauspielausbildung am →Bühnenstudio Zürich. Erste Auftritte unter dem Namen Fredy H. 1958/59 am →Schauspielhaus Zürich und am →Atelier-Theater Bern. Zunächst Inspizient und Schauspieler, 1961/62 am →Stadttheater Chur, 1961 bei der →Schauspieltruppe Zürich. 1963/64 Schauspieler an den Städtischen Bühnen Freiburg im Breisgau, 1964/65 an der Freien Volksbühne Berlin (Metellus in Shaws "Androklus und der Löwe" und Franz in Gerhart Hauptmanns "Fuhrmann Henschel", Regie jeweils: Erwin Piscator), 1965/66 am Düsseldorfer Schauspielhaus, 1966 Weiterbildung am Actors’ Studio New York. 1966–69 erneut Tourneen mit der Schauspieltruppe Zürich (grosser Erfolg als Mangiacavallo in Tennessee Williams’ "Die tätowierte Rose"). Seit 1969 als Schauspieler und Regisseur in Zürich tätig, unter anderem ab 1971 am Schauspielhaus (1971 Philipp Faulconbridge in →Friedrich Dürrenmatts "König Johann", 1972 Mackie Messer in →Bertolt Brecht/Weills "Die Dreigroschenoper", Regie: →Harry Buckwitz; 1973 Edmond Pontegnac in Feydeaus "Einer muss der Dumme sein", Regie: Michael Kehlmann). H. verfasste die Komödie "Chinchilla", die 1970 im Theater im Kornhaus Baden in seiner Regie uraufgeführt wurde. Ab 1960 diverse Filmrollen (unter anderem 1971 Johann Ritter in Katzins "Le Mans" mit Steve McQueen), ab 1966 über 35 Fernsehrollen (1968 Titelrolle in "Der Tod des Judas" von Paul Claudel, Regie: →Ettore Cella).



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Fred Haltiner, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 789–790.

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