Friedel Heizmann

Aus Theaterlexikon
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* 4.12.1909 Basel, † 14.1.2001 Grenzach-Wyhlen (D). ∞ Karl Zistig, Schauspieler und Regisseur.

Bereits während der Schulzeit Schauspielkurse bei →Oskar Wälterlin am →Konservatorium Basel und kleine Rollen am →Stadttheater Basel, unter anderem unter der Regie von Oskar Wälterlin und →Walter Felsenstein. Nach der Matura Schauspielausbildung bei Louise Dumont und Gustav Lindemann an der Hochschule für Bühnenkunst in Düsseldorf. Engagements 1930/31 am Schauspielhaus Düsseldorf, 1931–33 am National-Theater Mannheim, danach unter anderem 1936 bei den Marburger Festspielen, als Gast unter Heinrich George am Schillertheater Berlin, 1940–43 im Ensemble des Stadttheaters Frankfurt an der Oder. 1941 spielte H. die Rolle der Schweizer Krankenschwester im Propagandafilm "Ohm Krüger" mit Emil Jannings und Gustaf Gründgens. Nach dem Krieg Hörspielsprecherin beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt am Main, beim Süddeutschen Rundfunk Stuttgart und beim Saarländischen Rundfunk Saarbrücken. Bühnenengagements bis 1949 am Stadttheater Freiburg im Breisgau, danach an der Naturbühne Tecklenburg und bei den Schloßparkspielen Säckingen (Intendant jeweils Egon Schmid), 1955–61 an der Städtischen Bühne Ulm (Intendanten: Peter Wackernagel und Kurt Hübner, Zusammenarbeit mit Peter Zadek, unter dessen Regie sie unter anderem Ills Frau in →Friedrich Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame" spielte), dann bis 1968 unter →Egon Karter an der →Komödie Basel (unter anderem: 1963 in Dino Buzzattis Monolog "Allein zuhause", Regie: →Horst Statkus; 1964 Madame Carruche in Roussins "Die Schule der Ehe" und Frau Eynsford Hill in Shaws "Pygmalion"; 1965 Polina Andrejewna in Tschechows "Die Möwe"; 1966 Miss Yorke in Williams’ "Die tätowierte Rose", Regie: Veit Relin, und Mutter in Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald"; 1967 Jeannes Mutter in Anouilhs "Jeanne oder die Lerche", Frau in →Bertolt Brechts "Schweyk im Zweiten Weltkrieg" und Frau Miller in Schillers "Kabale und Liebe", Regie: →Heinrich Trimbur; 1968 Der Tod in García Lorcas "Bluthochzeit") sowie 1962/63 am →Bernhard-Theater Zürich. Unter den Direktoren →Werner Düggelin, →Hans Hollmann und →Horst Statkus als Gast an den →Basler Theatern (1967 Frau Cobb in Brechts "Pauken und Trompeten"; 1969 Chlopoffs Frau in Gogols "Der Revisor"; 1971 Frau Bauer in der Uraufführung von →Heinrich Henkels "Spiele um Geld"; 1979 Maria Josefa in Gracía Lorcas "Bernarda Albas Haus", Regie: Inge Flimm). Über zwanzig Jahre als Lehrerin für Sprecherziehung und Rollenstudium an der Schauspielschule →Renato Cibolini in Basel tätig, bis 1989 Gastauftritte an den von Cibolini geleiteteten Theatern am Aeschengraben (1970 Donna Lucio in Brandon Thomas’ "Charleys Tante", als Gastspiel auch im →Theater am Käfigturm Bern), →Piccolo, Piccolissimo und →Theater vis-à-vis (1984 Ginette in Robert Thomas’ "Café Oriental") in Basel.



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Friedel Heizmann, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 819–820.

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