Friedrich Giese

Aus Theaterlexikon
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* 8.3.1915 Lübeck (D), auch Fritz G.

Schauspielunterricht bei Paul Legband in Altona. Erstes Engagement 1937/38 als jugendlicher Liebhaber und Bonvivant am Stadttheater Rostock. 1940–43 am Westmark-Landestheater/Landestheater Moselland in Koblenz. Aufgebot zum Kriegsdienst, Mitwirkung bei Fronttheateraufführungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgten Engagements an verschiedenen deutschen Theatern, unter anderem am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, an der Bühne "Der Morgenstern" in Grömitz (1956/57), am Marburger Schauspiel (1959–61), an den Städtischen Bühnen Flensburg (1963/64), am Bamberger Theater (1964/65), am Landestheater Detmold (1966–69) und am Theater im Zimmer in Hamburg. 1969–80 gehörte G. unter der Direktion von →Walter Oberer und ab 1979 von →Wolfgang Zörner zum Ensemble des →Stadttheaters Bern, wo er rund fünfzig vorwiegend kleinere Rollen verkörperte. Er spielte unter anderem 1972 Ferapont in Tschechows "Drei Schwestern" und Lord Salisbury in →Friedrich Dürrenmatts "König Johann", 1973 den Archivar Scharlemann in Jewgenij Schwarz’ "Der Drache" und den zweiten Totengräber in Shakespeares "Hamlet", 1974 den Wasserverkäufer Wang in →Bertolt Brechts "Der gute Mensch von Sezuan" und Professor Hinzelmann in →Ralph Benatzkys "Im weissen Rössl", 1977 Missionar Oskar Rose in Dürrenmatts "Die Physiker" und den Diener Ossip in Gogols "Der Revisor", 1979 Rentier Stiefel in →Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen" und 1980 den Kellner in Sartres "Geschlossene Gesellschaft". Ab 1980 bis Anfang der neunziger Jahre Gastverpflichtungen, unter anderem in Hamburg am Ohnsorg-Theater und an den Kammerspielen sowie in der Schweiz bei der →Bühne 64 – Margot Medicus und am →Atelier-Theater Bern.



Autor: Redaktion



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Redaktion: Friedrich Giese, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 707.

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