Gaye Fulton

Aus Theaterlexikon
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* 15.10.1939 Manchester (GB). ∞ I. Barry Mc Grath, Tänzer, ∞ II. Karl Anton Rickenbacher, Dirigent.

Ausbildung an der Arts Educational School London. 1958–64 Tänzerin beim London Festival Ballet, ab 1960 als Solistin. Sie gestaltete ihre erste Titelrolle in "Snow Maiden" (Choreografie: Vladimir Burmeister) auf einer Tournee 1961 in Florenz. 1964–78 Primaballerina am →Opernhaus Zürich, Zürich ZH. Sie kam mit →Nicholas Beriozoff nach Zürich und brillierte in den grossen Ballerinenrollen des klassischen Repertoires wie Prinzessin Aurora in "Dornröschen", Odile/Odette in "Schwanensee", Clara in "Der Nussknacker" (Musik jeweils: Tschaikowsky), Titelrolle in "Giselle" (Musik: Adolphe Adam) sowie in Bournonvilles "La Sylphide" (Musik: Hermann Løvenskjold) und in Fokines "Les Sylphides" (Musik: Chopin) und "Petruschka" (Musik: Strawinsky). Ebenso erfüllt tanzte sie in Beriozoffs Versionen von "Undine" (Musik: Henze), "Daphnis und Chloe" (Musik: Maurice Ravel), "Der Kuss der Fee" (Musik: Strawinsky), "Romeo und Julia" und "Cinderella" (Musik beide: Prokofjew). Unvergessen ist sie auch als Interpretin von Erich Walters "Pelléas et Mélisande" (Musik: Schönberg), Birgit Cullbergs "Fräulein Julie" (Musik: Ture Rangström), Frederick Ashtons "La Fille mal gardée" (Musik: Ferdinand Hérold) und Antony Tudors "Jardin aux Lilas" (Musik: Ernest Chausson). Mit ihrem formklaren und beseelten Tanzen begeisterte sie das Zürcher Publikum. Das breite Repertoire der Ära Beriozoff und seiner Nachfolger und eine Ballerina wie sie bewirkten einen unerwarteten und nachhaltigen Aufschwung der Ballettkunst in Zürich. Ab 1970 gastierte sie häufig beim Wa­shington National Ballet und beim London Festival Ballet und wurde auch international berühmt. Ihre Abschiedsvorstellung gab F. in Zürich.



Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Gaye Fulton, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 658.

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