Geneviève Fallet

Aus Theaterlexikon
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* 2.8.1943 Bern, † 12.4.1989 Muri BE (Suizid).

Ab 1962 Tanzausbildung an der Royal Ballet School in London, bei Youra Loboff in Paris und bei Don Farnworth in New York. Modern Dance bei Yuriko, Merce Cunningham und Viola Farber in New York, Jazztanz bei Joseph Rusillo in Paris sowie bei Luigi und JoJo Smith in New York, dort auch Kurse in Improvisation bei Margaret Beals und am Dance Theatre Workshop. Daneben Studien in Yoga for Dancers und Aero Dance. Engagements 1964 bei Balletmakers Ltd. in London, 1965 am Grand Ballet de Wallonie im belgischen Charlerois, 1966 am Théâtre d’Art du Ballet in Paris, 1967/68 am Théâtre des Arts in Rouen, 1969 bei Les Ballets Modernes de Paris und 1970 Gastsolistin in →Alain Bernards Jazz Dance Studio Company; Auftritt am Schweizer Fernsehen. Aufenthalte in Indien und Japan. 1972 tanzte F. bei der Marjorie Gamso Dance Company und bei der Frances Alenikoff Theater and Dance Company in New York, daneben mehrere Soloperformances. Im selben Jahr kehrte F. in die Schweiz zurück und gründete die bis 1976 bestehende Geneviève Fallet Dance Company, für die sie unter anderem "Mentonomy" (1972), "Newspapers" (1973), "Strömungen" (1974), "Athmosphären" (1974) und "Chitorgarh" (1975) choreografierte. F. gilt als eine der wichtigsten Vertreterinnen der Performance Art und des Post Modern Dance. Sie trat in der Schweiz unter anderem in der Kunsthalle Bern im Rahmen einer Sol-LeWitt-Ausstellung (1972), im Kunsthaus Zürich 1973 in einer Ausstellung Ad Reinhardts und 1975 in der Ausstellung Alexander Calders (zusammen mit Mitgliedern ihrer Dance Company) sowie im Gaskessel Bern im Rahmen von "12 Stunden Theater" (1976) auf. F. zeigte als eine der ersten Tänzerinnen Strassenperformances womit sie indes nicht nur auf Verständnis stiess. Ausserdem unterrichtete sie Jazztanz und Improvisation an ihrer eigenen Schule in Bern und als Gastlehrerin in Tokio.



Autorin: Marianne Mühlemann



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Mühlemann, Marianne: Geneviève Fallet, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 556.

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