Georg Mark-Czimeg

Aus Theaterlexikon
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* 12.9.1895 Graz (A), † 10.3.1995 Bern, eigentlich Georg Maria Mark. ∞ Maria Paudler, Schauspielerin.

Engagements (zunächst unter dem Namen Georg Czimeg) 1919/20 am Landestheater Linz, 1920/21 an den Städtischen Bühnen Graz, 1921–23 am Stadttheater Aussig (Titelrollen in Goethes "Faust" und in der Uraufführung von Wildgans’ "Kain", Mammon in Hofmannsthals "Jedermann"), 1923/24 an den Städtischen Theatern Leipzig, ab 1924/25 an verschiedenen Bühnen in Berlin, unter anderem an den Barnowsky-Bühnen und an der Volksbühne, 1930/31 am Neuen Theater Frankfurt am Main, 1931–37 an den Städtischen Bühnen Essen. 1937–46 war er unter seinem eigentlichen Namen Georg Mark am Staatlichen Schauspielhaus in Hamburg engagiert (unter anderem 1937 Antilochus in Kleists "Penthesilea", 1938 Leontes in Shakespeares "Ein Wintermärchen", 1939 Schnock in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum", 1943 Illo in Schillers "Wallenstein", 1944 Brandenburg in Kleists "Prinz Friedrich von Homburg", 1945 Siebel in Goethes "Faust" und Teufel in Hofmannsthals "Jedermann", 1946 Galomir in Grillparzers "Weh dem, der lügt"). M. gastierte am Burgtheater Wien (1945 Marquis von Torcy in Scribes "Ein Glas Wasser", Regie: Oscar Fritz Schuh; 1946 Schatten des Agamemnon in der Uraufführung von Franz Theodor Csokors "Kalypso", Regie: →Herbert Waniek) und übernahm am →Schauspielhaus Zürich 1946 auf Wunsch des Autors →Carl Zuckmayer die Rolle des Pfundtmayer in der Uraufführung von "Des Teufels General" (Regie: →Heinz Hilpert), 1947 spielte er dort den Scharfrichter in der Uraufführung von →Friedrich Dürrenmatts "Es steht geschrieben". 1947–54 und 57–59 gehörte M. zum Ensemble des →Stadttheaters Bern, wo er rund achtzig Rollen verkörperte, darunter Vater Knie in Zuckmayers "Katharina Knie" (Regie: →Hans Lietzau), Miller in Schillers "Kabale und Liebe" (Regie: →Raimund Bucher), Orgon in Molières "Tartuffe" (Regie: →Paul Kalbeck) und Kandaules in Hebbels "Gyges und sein Ring" (Regie: →Adolph Spalinger). Danach war M. freischaffend tätig und gastierte bis 1981 von seinem Wohnort Spiez aus unter anderem in Hamburg, Wien, Lübeck, an der →Komödie Basel, erneut am Schauspielhaus Zürich und am →Atelier-Theater Bern sowie auf zahlreichen Tourneen in Europa und Übersee.



Autorin: Julia Danielczyk



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Danielczyk, Julia: Georg Mark-Czimeg, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1182.

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