Georg Oeggl

Aus Theaterlexikon
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* 2.8.1900 Innsbruck (A), † 17.12.1954 Wien (A).

Gesangsausbildung bei Cairone in Mailand. Debüt als Schauspieler bei der Innsbrucker Exl-Bühne. Engagement als Chorsänger 1918/19 und 1925/26 am Stadttheater Innsbruck, 1920/21 am Theater am Gärtnerplatz München und 1923–25 am →Stadttheater Luzern, danach als Solist 1926–36 am →Stadttheater Zürich (zu Beginn noch kurze Zeit im Chor), 1936–38 am Landestheater Coburg, 1938/39 am Stadttheater Würzburg, 1939–44 an der Volksoper Wien und 1945 bis zu seinem Tod an der Wiener Staatsoper (Volksoper und Theater an der Wien). In Zürich sang O. zum ersten Mal eine Reihe wichtiger Partien, die fortan zu seinem Repertoire gehörten: Escamillo in Bizets "Carmen", Valentin in Gounods "Faust", Figaro und Papageno in Mozarts "Le nozze di Figaro" und "Die Zauberflöte", Marcello und Lescaut in Puccinis "La Bohème" und "Manon Lescaut", Figaro in Rossinis "Il barbiere di Siviglia", Dr. Falke in Johann Strauß’ "Die Fledermaus" und vor allem Partien in Opern von Verdi (Renato in "Un ballo in maschera", Posa in "Don Carlo", Don Carlo di Vargas in "La forza del destino", die Titelpartie in "Rigoletto", Conte di Luna in "Il Trovatore", Giorgio Germont in "La Traviata") und →Richard Wagner (Amfortas in "Parsifal", Wolfram von Eschenbach in "Tannhäuser"). O. war in Zürich unter anderem an der Uraufführung von Zemlinskys "Der Kreidekreis" als Tschang-Ling (14.10.1933, Regie: →Karl Schmid-Bloß, musikalische Leitung: Robert Kolisko) sowie an der schweizerischen Erstaufführung von Richard Strauss’ "Die schweigsame Frau" als Barbier (16.5.1936, Regie: Schmid-Bloß, musikalische Leitung: →Robert F. Denzler) beteiligt. Zahlreiche Einspielungen auf Tonträger. Auszeichnungen: Kammersänger der Wiener Staatsoper.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Georg Oeggl, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. p. 1341.

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