Gerhard Hermann

Aus Theaterlexikon
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* 26.4.1956 Dachau (D). ∞ →Franziska Sörensen, Schauspielerin.

Nach dem Abitur 1979–82 Schauspielausbildung an der Neuen Münchner Schauspielschule. Nach Stückverträgen in Ulm und Graz erstes festes Engagement 1983–86 unter der Intendanz von →Philippe de Bros am →Stadttheater Luzern, wo H. in der Titelrolle von Ibsens "Peer Gynt" debütierte. Als weitere Rollen folgten unter anderem Jimmy Porter in Osbornes "Blick zurück im Zorn" (Regie: Christoph Benkelmann), Demetrius in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum", Trepljow in Tschechows "Die Möwe", Dionysos in Euripides’ "Die Bacchantinnen" (Regie jeweils: Jean-Paul Anderhub) und der Prinz in Michael Endes "Das Gauklermärchen" (Regie: Arturo Corso). Nach einjähriger Verpflichtung am Stadttheater Hildesheim wechselte H. 1987 wie Sörensen ans →Stadttheater Bern (Intendanz: de Bros) und spielte dort bis 1991 unter anderem Mortimer in Schillers "Maria Stuart" (Regie: Peter Rasky), Anatol in dem von →Markus Imhoof zusammengestellten Abend mit Schnitzler-Einaktern "Sehnsucht der Masken", Lionel in Jane Bowles’ "Im Gartenhaus" (Regie: Ralf Milde), Ferdinand in Schillers "Kabale und Liebe" (Regie: Erika Gesell), Florindo in Goldonis "Der Diener zweier Herren" (Regie: Alessandro Marchetti), Trofimow in Tschechows "Der Kirschgarten" (Regie: →Gian Gianotti) und Jack Worthing in Wildes "Bunbury". Danach – zusammen mit Sörensen – 1992–96 Engagement an den Vereinigten Bühnen Graz, dort unter anderem Nicolas in der Uraufführung von Koltès’ "Dumpfe Stimmen" (Regie: Peter Schubert), Jörgen Tesman in Ibsens "Hedda Gabler" (Regie: Christian Elbing), Leonce in Büchners "Leonce und Lena" (Regie: Carl-Hermann Risse), der Mann in Karl Schönherrs "Der Weibsteufel" (Regie: Marc Günther), der Angeklagte in Hans Erich Nossacks "Unmögliche Beweisaufnahme", John in Mamets "Oleanna", Werschinin in Tschechows "Drei Schwestern" (Regie jeweils: Thomas Janßen) sowie Anselm in Musils "Die Schwärmer" (Regie: Stephan Kimmig). Seit 1996 ist H. am Staatstheater Darmstadt tätig. Dort verkörperte er unter anderem die Titelrolle in Goethes "Clavigo" (Regie: David Bouchehri), Jacques in Shakespeares "Wie es euch gefällt" (Regie: Janßen), Tellheim in Lessings "Minna von Barnhelm" (Regie: Bernarda Horres), den Erzähler in Isaak Babels "Die Reiterarmee", Hitler und Klaus Mann in der Uraufführung von Werner Fritschs "Chroma. Farbenlehre für Chamäleons" (Regie beide: Thomas Krupa, Letzteres 2001 eingeladen zum Berliner Theatertreffen), den Mann in Jon Fosses "Traum im Herbst" (Regie: Janßen) und Er in Ernst Jandls Sprechoper "Aus der Fremde" (Regie: Elisabeth Krejcir). Diverse Hörspielrollen.



Autorin: Tanja Stenzl



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Stenzl, Tanja: Gerhard Hermann, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 829.

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