Gianni Malfer

Aus Theaterlexikon
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* 10.5.1960 Zürich.

Ab 1976 erster Jazztanz-, später Ballettunterricht. Neben einer kaufmännischen Ausbildung, abgeschlossen mit dem Handelsdiplom, Beginn der Ausbildung zum Tänzer an der →SBBS in Zürich bei →Armin Wild und Malou Fenaroli sowie am →Opernhaus Zürich unter →Patricia Neary. 1977/78 verschiedene Auftritte mit dem →Schweizer Kammerballett und 1979/80 am Opernhaus Zürich in →Hans Moeckels Kindermusical "Zauber Zirkus Zuckerhut". 1979–82 Tanzausbildung an der Rambert School of Ballet and Contemporary Dance in London. 1981/82 Auftritte mit der Rambert Dance Company, darunter in "Dancing Day" von Christopher Bruce. 1982 Engagement am Teatro Reggio Emilia. 1983–93 Tänzer beim Ballett Schindowski am Musiktheater im Revier/Schillertheater Nordrhein-Westfalen in Gelsenkirchen. Solopartien tanzte M. unter dem Choreografen Bernd Schindowski unter anderem in "Lied der Sonne" (1986, Musik: Steve Reich), "Reise nach Kythera" (1987, Musik: Claude Debussy) und in der "Johannespassion" (1991, Musik: Johann Sebastian Bach). Seine Karriere als Tänzer beendete M. 1993, nachdem er sich schon zuvor dem Tanzmanagement zugewandt hatte: 1987/88 wurde er zunächst Assistent von Schindowski für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 1991–98 war er verantwortlich für das gesamte Management beim Ballett Schindowski. Parallel dazu verschiedene Projektleitungen und Mandate für Öffentlichkeitsarbeit in Nordrhein-Westfalen, unter anderem bei den Festivals Meeting Neuer Tanz, Internationale Tanzmesse NRW, Internationales Tanzfestival NRW – Gesichter des Tanzes (1998). 1998–2001 Leiter des Projekts Tanzlandschaft Ruhr und neben der Choreografin Susanne Linke Geschäftsführer des neu gegründeten Choreografischen Zentrums NRW in Essen. Seit 2001 Assistent der Ballettdirektion von →Heinz Spoerli am Opernhaus Zürich.



Autorin: Claudia Rosiny



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Rosiny, Claudia: Gianni Malfer, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1163–1164.

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