Gilbert Baur

Aus Theaterlexikon
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* 7.4.1903 Lausanne VD, † 26.2.1988 Zürich, auch Gilbert Bauer.

B. wurde unter anderem an der Laban Schule in Berlin und bei →Max Terpis ausgebildet (1923) und nahm Unterricht in Ballett bei Olga Preobrajenska und Lubov Egorova in Paris. 1924–27 wirkte er als Tänzer an der Staatsoper in Berlin. Daneben war er 1926 als Tanzpartner von →Trudi Schoop auf Tournee. Dann setzte er seine Karriere in Paris fort, wo er 1928/29 am Théâtre des Champs-Elysées, 1932–36 an der Opéra Comique und 1934 bei den Ballets Ida Rubinstein (Zusammenarbeit mit der Choreografin Bronislava Nijinska) verpflichtet war. 1936–39 tanzte er als Solist bei den Ballets Russes de Monte Carlo. Am →Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH trat er 1940 in Goethes "Faust. II. Teil" auf (als Bannerherr, Regie: →Leopold Lindtberg) und studierte 1941 die Tanz- und Fechtszenen für Shakespeares "Romeo und Julia" ein (Regie: Max Ophüls). 1944 gastierte B. zusammen mit →Elsie Lanz als Tanzpaar zwei Monate lang im kriegführenden Deutschland. 1944–46 war er als Ballettmeister am →Stadttheater Luzern tätig. Dort choreografierte er hauptsächlich Balletteinlagen für Opern und Operetten, in denen er teilweise als Tänzer auftrat, aber auch Delibes’ Handlungsballett "Coppélia oder La Fille aux yeux d’émail", in dem er selbst die Partie des Franz übernahm. 1940–42 wirkte B. als Tanz- und Bewegungslehrer am →Bühnenstudio Zürich. Ab 1939 war er Sekretär des neu gegründeten →SBTG.



Autor: Redaktion



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Redaktion: Gilbert Baur, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 136.

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