Gisela Balzer

Aus Theaterlexikon
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* 19.8.1943 Basel, † 26.9.2004 Basel. ∞ II. 1978 Georg Holzner, Schauspieler.

1950 erster Auftritt am →Stadttheater Basel als Engel in Carl Flubachers Weihnachtsmärchen "Roter Mann – Schwarzer Mann" (Regie: →Egon Neudegg), von da an regelmässig in Kinderrollen auf der Bühne des Stadttheaters, unter anderem als Heinerle in Leo Falls "Der fidele Bauer" (1951 Regie: Neudegg; 1956 Regie: →Richard Alexander) und Peterchen in Gerdt von Bassewitz’ "Peterchens Mondfahrt" (Regie: →Max Bachmann). Gleichzeitig Ausbildung zur Tänzerin im Kinderballett des Stadttheaters. 1959–75 Engagement als Tänzerin am Stadttheater Basel/an den Basler Theatern. B. tanzte unter anderem in Choreografien von →Wazlaw Orlikowsky (beispielsweise 1959 als Page des Paris in Prokofjews "Romeo und Julia", 1966 Gladys, Herzogin Monmouth in der Uraufführung von "Dorian Gray" mit Musik von →Max Lang, 1960 und 1966 in Tschaikowskys "Der Schwanensee"), Lothar Höfgen, Ivan Sertic, →Pavel Šmok (unter anderem 1970 Smeraldina in der Ballettpantomime "Der Diener zweier Herren", 1973 erste Schwester in Prokofjews "Cinderella"), Lubos Ogoun und →Heinz Spoerli (1973 in "Le Chemin" mit Musik von Eric Gaudibert und in Strawinskys "Der Feuervogel", 1974 in "Phantasien" mit Musik von Bartók); zudem setzte der Regisseur →Erich Holliger sie 1970 in der (getanzten) Rolle der Nachbarin in der Uraufführung von →Heinz Holligers Oper "Der magische Tänzer" ein und 1975 als Prinzessin in →Charles Ferdinand Ramuz/Strawinskys "Die →Geschichte vom Soldaten". Ab 1975 war B. als Schauspielerin tätig, sie spielte regelmässig am Theater →Fauteuil in Basel, vor allem in Märchen-Inszenierungen, "Basler Revuen" und Vorfastnachtsproduktionen, aber auch 1989 als Haushälterin in →Alfred Rassers "HD-Soldat Läppli" (Regie: →Rolf Lansky). 1977 kehrte sie für die Uraufführung von →Paul Burk­hards "Regenbogen" (Regie: →Martin Markun, musikalische Leitung: →Andres Joho) als Gast an die →Basler Theater zurück. Beim →Theater Marat/Sade, Basel BS spielte sie 1988 Mrs. Peachum in →Bertolt Brecht/Weills "Die Dreigroschenoper" und 1989 die Mutter in der Uraufführung von →Leo Nadelmanns "Leb wohl, starker Mann!"(Regie jeweils: Tino Krattiger). 1995 spielte sie am →Bernhard-Theater in Zürich in "Bitte keinen Sex – wir sind Schweizer!"nach Anthony Marriott und Alistair Foot in der Mundartbearbeitung und Regie von →Yvette Kolb. Mehrmals ging sie auch auf Tournee, unter anderem mit dem →Theater Dreiländereck Basel als Frau Mallebré in →Charles Lewinskys Bearbeitung von Erich Kästners "Drei Männer im Schnee" (mit →Ruedi Walter, Regie: →Inigo Gallo).



Autor: Alfred Ziltener



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Ziltener, Alfred: Gisela Balzer, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 110.

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