Gisela Reber

Aus Theaterlexikon
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* 14.7.1913 Berlin (D), † 2.2.1987 Essen (D). Tochter von Otto R., Musiker und Komponist.

Ausbildung in klassischem Tanz bei Eugenia Eduardowa, spanischem Tanz bei Taita Mato und modernem Tanz bei Otto Palemann. Ab 1934 Engagements in Berlin am Deutschen Künstlertheater, am Schillertheater, am Grossen Schauspielhaus, am Deutschen Theater und an der Volksbühne. Mitwirkung in über zwanzig Filmen. 1936/37 Solotänzerin und Trainingsleiterin, 1937/38 auch Tanzmeisterin am Landestheater Oldenburg; 1938/39 erste Solistin an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main. 1939–41 am →Stadttheater Zürich unter →Hans Macke, in der zweiten Spielzeit als Solistin. 1941–43 Tanzmeisterin und Solotänzerin an den Vereinigten Landestheatern Gotha-Eisenach, 1943 an den Städtischen Bühnen Teplitz-Schönau. 1944–46 Leitung einer freischaffenden Kammertanzgruppe in der Schweiz. Neben R. tanzten im Reber-Ballett Hedi Müller, Hilde Wittwer, Elisabeth Sommer, →Mirjam Ginsburg, →Elsie Lanz, Paula Weil-Zimmermann, Lotti Christeler und →Frédéric Bucher, die eigene Soli und Duos zeigten. Die Gruppentänze wie "Valse romantique" (Musik: Tschaikowsky) und "Boléro" (Musik: Ravel) choreografierte R. 1946/47 Engagement am →Stadttheater Basel unter →Heinz Rosen. Ab 1951 Pädagogin an der Folkwang-Hochschule Essen, bis 1978 hauptberuflich, dann mit Lehrauftrag für die Fächer National- und Charaktertanz, Folklore, Klassik und Kinetografie; 1974 Verleihung der Bezeichnung Professorin. Gastkurse unter anderem in Ljubljana und auf Jersey sowie regelmässiger Unterricht bei den →SBTG-Sommerkursen und -Tagungen und bei →Alain Bernard.

Literatur

  • Peters, Kurt: Nachruf auf G. R. In: Ballett-Journal/Das Tanzarchiv 2/1987.


Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Gisela Reber, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1468–1469.

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