Gottlieb Zeithammer

Aus Theaterlexikon
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* 8.3.1904 Wien (A), † 14.6.1982 Zürich. ∞ Hilde Armbruster, Sängerin.

1921–25 Gesangsstudium an der Musikakademie Wien. Engagements 1926–29 am Stadttheater Breslau, 1929–34 am Staatstheater Wiesbaden, 1934–36 am Opernhaus Nürnberg, 1936–38 an der Bayerischen Staatsoper München, 1938–44 am Opernhaus Leipzig, nach dem Krieg an der Staatsoper, an der Städtischen Oper und bis 1948 an der Komischen Oper Berlin sowie 1948–75 als Bassbuffo, Charakterbass und Komiker am Stadttheater/→Opernhaus Zürich, wo er in über 150 Produktionen mitwirkte. Seine bewegliche, klangvolle Stimme, eine vielfarbige darstellerische Palette gepaart mit einem köstlichen Humor machten ihn zu einem exzellenten Interpreten. Höhepunkte seines Repertoires waren der Doktor in Bergs "Wozzeck", die Titelpartie in Donizettis "Don Pasquale", van Bett in Lortzings "Zar und Zimmermann", Oberst Ollendorf in Millöckers "Der Bettelstudent", Leporello in Mozarts "Don Giovanni", Ménélas in Offenbachs "La Belle Hélène", Dr. Bartolo in Rossinis "Il barbiere di Siviglia", Frosch in Johann Strauß’ "Die Fledermaus", Fra Melitone in Verdis "La forza del destino" und Sixtus Beckmesser in →Richard Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg". In der Uraufführung von →Willy Burkhards "Die schwarze Spinne" 1949 sang Z. den Bauern (Regie: →Hans Macke, musikalische Leitung: →Paul Sacher).

Auszeichnungen

  • 1974 Silberne Ehrenmedaille der Republik Österreich für Verdienste um die österreichische Kunst.


Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Gottlieb Zeithammer, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2142.

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