Grazita Hettinger

Aus Theaterlexikon
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* 27.5.1908 Delmenhorst bei Bremen (D), † 24.12.2000 Riehen BS, eigentlich Hermine Grazita H. ∞ Wolf Littmann, Rundfunkautor und -redaktor.

Nach einem Musikstudium in Paris wurde sie in Berlin zur Schauspielerin ausgebildet, unter anderem bei Maria Koppenhöfer und →Sascha O. Schoening. Sie gastierte an verschiedenen Berliner Bühnen, spielte 1940/41 bei Carl Senges und Minna Senges-Faust am →Stadttheater Aarau-Chur, danach erneut in Berlin, zuletzt als Gast am Schiller-Theater (Schönheit in Calderóns "Das grosse Welttheater"). Nachdem die Schweizerin H. endgültig in ihre Heimat zurückgekehrt war, gab sie zunächst Gastspiele mit der →Schweizer Soldaten-Bühne "Bärentatze". 1946 gründete sie zusammen mit Sascha O. Schoening in der südbadischen Grenzstadt Lörrach die Junge Bühne/Drei-Länder-Eck-Bühne und spielte dort bis 1948 tragende Rollen wie Maria Magdalena in Max Mells "Das Apostelspiel", Viola in Shakespeares "Was ihr wollt" und Eliza in Shaws "Pygmalion" (Regie jeweils: →Sieglinde Weichert), Glaube in Hofmannsthals "Jedermann" und Luise in Schillers "Kabale und Liebe" mit →Walter Plüss als Ferdinand (Regie jeweils: Schoening), die Titelrolle in Anouilhs "Antigone" (Regie: Rüdiger Bohnet). Neben ihrer Tätigkeit bei der Drei-Länder-Eck-Bühne Lörrach war sie als Geschäftsführerin einer Nähseide-Fabrik in Lörrach tätig, später widmete sie sich ausschliesslich ihrer kaufmännischen Tätigkeit.



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Grazita Hettinger, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 837.

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