Grete Müller

Aus Theaterlexikon
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* 10.6.1920 Herisau AR, † 13.11.2004.

Bildete sich zuerst an der Bentele-Schule in St. Gallen zur Rhythmiklehrerin aus. Nahm unter anderem Kurse bei Kurt Jooss, →Rosalia Chladek, →Harald Kreutzberg, →Hans Züllig, Anna Sokolov, Nora Kiss und 1952 bei →Mary Wigman in Berlin. 1954–59 Berufsausbildung zur Fachlehrerin für Tänzer, Tanzpädagogen und Choreografen bei →Sigurd Leeder in London, ab 1956 Tänzerin in der Sigurd Leeder Studio Gruppe. Nach der Rückkehr in die Schweiz gliederte sie auf Leeders Vorschlag hin ihrer seit 1949 in Herisau geführten Schule für Amateure eine Fachabteilung an, die "Vorbereitungsschule der Sigurd Leeder School of Dance". 1964 wurde sie gemeinsam mit Leeder, der aus Chile nach Europa zurückkehrte und den Hauptsitz seiner Schule nach Herisau verlegte, Kodirektorin. Bis zu seinem Tod 1981 wirkten sie dort zusammen. Seither lag die Verantwortung und die Leitung in den Händen M.s, die, unterstützt von ihrer Mitarbeiterin Christine von Mentlen, das Erbe des Ausdruckstanzes im Sinn Leeders bewahrte und der jungen Generation durch die Unterrichtsmethode sowie durch Vorträge und Workshops im In- und Ausland zugänglich machte.

Auszeichnungen

  • 1997 Anerkennungspreis der appenzell-ausserrhodischen Kulturstiftung.

Literatur

  • 25 Jahre Sigurd Leeder School of Dance, 1972.
  • Festschrift zum 30-jährigen Schuljubiläum, 1977.


Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Grete Müller, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1286–1289.

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