Guido Huonder

Aus Theaterlexikon
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* 16.7.1942 Chur GR.

Besuch des Lehrerseminars Zug, Tätigkeit als Lehrer, Studium der Philosophie, Kunstgeschichte und Theologie in Zürich und Freiburg. 1967–70 Regieassistent und ab 1968 auch dramaturgischer Mitarbeiter am →Schauspielhaus Zürich (unter anderem bei Edward Bonds "Early Morning", Regie: →Peter Stein), 1969 Schauspieler und Inspizient bei den Burgfestspielen Jagsthausen (Intendant: →Gert Westphal), 1970–72 Regieassistent an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart, 1972–73 an den Städtischen Bühnen Frankfurt. Danach Inszenierungen an der Städtischen Bühne Heidelberg, an den Vereinigten Bühnen Graz, an den Städtischen Bühnen Bielefeld, an den Städtischen Bühnen Dortmund und am Landestheater Württemberg-Hohenzollern in Tübingen. 1979–83 Oberspielleiter des Schauspiels am Ulmer Theater, 1985–91 Schauspieldirektor der Städtischen Bühnen Dortmund (1985 Pasolinis "Affabulazione oder Der Königsmord", 1986 Arroyos "Bantam", 1988 die deutsche Erstaufführung von Taboris "Mein Kampf", Wertmüllers "Liebe und Magie in Mammas Küche", 1989 Cormans "Sade, Höllenkonzert" und Marquez’ "Liebestirade", 1991 Dorsts "Karlos" und Shakespeares "König Lear"), 1991–93 Intendant am Hans-Otto-Theater Potsdam. Zahlreiche Gastinszenierungen unter anderem in Berlin, Braunschweig, Erfurt, Frankfurt, Heidelberg, Jagsthausen, Kiel, Magdeburg, Memmingen, Stendal, Stuttgart, Wien sowie am →Stadttheater Chur, am →Stadttheater St. Gallen (1985 →Lukas B. Suters "Spelterini hebt ab", 1990 Büchners "Leonce und Lena"), am →Stadttheater Bern (1987 Gogols "Der Revisor"), am Staatstheater Kassel (1996 deutsche Erstaufführung von Taboris "Die Ballade vom Wiener Schnitzel", 1997 Jarrys "Ubu" und Molières "Menschenfeind"), an den Städtischen Bühnen Regensburg (1996 García Lorcas "Bluthochzeit"), am Oldenburgischen Staatstheater (1999 Becketts "Warten auf Godot"), am Landestheater Salzburg (1999 Uraufführung von →Rolf Hochhuths "Arbeitslose oder Das Recht auf Arbeit"; 2001 Horváths "Geschichten aus dem Wienerwald") und bei den Kreuzgangspielen Feuchtwangen (2001 →Carl Zuckmayers "Des Teufels General").



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Guido Huonder, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 891.

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