Hanna Burgwitz

Aus Theaterlexikon
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* 18.5.1919 Berlin (D).

Schauspielausbildung bei Lilly Ackermann in Berlin. Engagements als Schauspielerin 1940–42 am Stadttheater Eger, 1942–44 an den Vereinigten Landestheatern Gotha-Eisenach, nach dem Krieg bis 1953 an der Städtischen Bühne Ulm, 1953/54 an den Städtischen Bühnen Augsburg, 1954–56 an den Bühnen der Stadt Köln, 1956–59 an den Städtischen Bühnen Essen, danach an den Kammerspielen und am Bayerischen Staatsschauspiel in München (unter anderem 1960 Frau Ochs in Ionescos "Die Nashörner", 1963 Frau Miller in Schillers "Kabale und Liebe"). 1962–69 leitete B. eine eigene Schauspielschule in München, zu ihren Schülern gehörten Angela Winkler, Gila von Weitershausen und Rüdiger Hacker. B. gastierte unter anderem bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen, den Festspielen in Schwäbisch Hall, Bad Hersfeld und Salzburg. 1970/71 Engagement an den Städtischen Bühnen Frankfurt, 1971–78 am →Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH, unter anderem 1971 Haushälterin in García Lorcas "Doña Rosita bleibt ledig oder Die Sprache der Blumen" (Regie: →Harry Buckwitz), 1972 Celia Peachum in →Bertolt Brecht/Weills "Die Dreigroschenoper", 1974 Abby Brewster in Kesselrings "Spitzenhäubchen und Arsenik" (mit →Anne-Marie Blanc, Regie: Peter Weck), 1974 Stauffer-Berns Mutter in der Uraufführung von →Herbert Meiers "Stauffer-Bern", 1975 Joséphine in Giraudoux’ "Die Irre von Chaillot" (mit →Brigitte Horney), 1976 Frau Hoprecht in →Carl Zuckmayers "Der Hauptmann von Köpenick" (mit →Gustav Knuth). 1978–90 unter →Horst Statkus und →Frank Baumbauer an den Basler Theatern / am →Theater Basel, Basel BS, unter anderem 1979 La Poncia in García Lorcas "Bernarda Albas Haus", Grossmutter in Büchners "Woyzeck", 1980 Frau Wolff in Gerhart Hauptmanns "Der Biberpelz", 1982 Abby Brewster in Kesselrings "Arsen und Spitzenhäubchen" (mit →Eva-Maria Duhan, Regie: →Joachim Preen), 1983 Margret in der Uraufführung von →Heinrich Henkels "Altrosa" (Regie: Preen), 1984 Mutter in Duras’ "Ganze Tage in den Bäumen", 1985 Elsbeth Treu in Sternheims "Die Kassette", 1987 Nina in Galins "Einmal Moskau und zurück", zuletzt 1989 Juliane Tesman in Ibsens "Hedda Gabler" (Regie: Antje Lenkeit). Danach wirkte B. unter anderem bei den Festspielen Bad Hersfeld mit und ging mehrmals auf Tournee. B. spielte zahlreiche Fernsehrollen, darunter Hanna in der Serie "Zwei alte Damen geben Gas" (1988) und Frau Birkhahn in der Serie "Lindenstrasse".



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Hanna Burgwitz, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 303–304.

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