Hannes Fassl

Aus Theaterlexikon
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* 22.1.1911 Linz (A), † 24.6.1968 in Oberösterreich, auch Johann Faßl.

1934–36 Inspizient am Landestheater Linz, 1936–38 unter der Direktion von →Leo Delsen Schauspieler, 1937/38 auch Bibliothekar am →Städtebundtheater Biel-Solothurn, ab 1938 zunächst Schauspieler, dann Theatersekretär und ab 1942 auch Dramaturg am Landestheater Linz (Intendanz: Ignaz Brantner), unterbrochen durch Kriegsdienst. Ab 1945 war F. Spielleiter am neu gegründeten Volkstheater Urfahr, ab 1949 bis zur Einstellung des Spielbetriebs Direktor des Stadttheaters Braunau am Inn, dort auch Oberspielleiter und Schauspieler, 1955–58 Spielleiter des Schauspiels und Schauspieler am Stadttheater St. Pölten und unter der Direktion von →Markus Breitner 1959–63 Spielleiter und Schauspieler am →Stadttheater Chur, Chur GR sowie 1961 auch am →Sommertheater Winterthur, daneben als Gastregisseur erneut am Stadttheater St. Pölten. 1962–67 Schauspieler und Spielleiter der Operette und des Lustspiels am →Stadttheater St. Gallen, wo er fast fünfzig Rollen spielte und unter anderem 1963 Hasenclevers "Ein besserer Herr" und Lehárs "Paganini", 1964 Meisels "Königin einer Nacht", 1965 Kálmáns "Gräfin Mariza" und 1966 Lehárs "Die lustige Witwe" inszenierte. Nicht zuletzt sein österreichisch gefärbter Humor war es, der den Charakterkomiker zu einem Publikumsliebling in St. Gallen machte. Sein letztes Engagement hatte F. 1967/68 am →Atelier-Theater in Bern. F. versuchte sich auch als Dramatiker, sein Stück "Disharmonie" wurde unter Brantner 1943 am Landestheater Linz uraufgeführt.



Autorin: Julia Danielczyk



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Danielczyk, Julia: Hannes Fassl, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 560.

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