Hannes Granzer

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* 27.5.1946, auch Johannes G. Sohn des Opernsängers Robert G. und der Tänzerin Charlotte Keineder.

1952–55 besuchte G. die Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mozarteum in Salzburg, musizierte parallel dazu beim ORF-Schulwerk und absolvierte danach eine Lehre für Fotografie. 1973–76 studierte G. Schauspiel an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Engagements 1976/77 sowie als Gast 1977/78 an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main, 1977/78 am Düsseldorfer Schauspielhaus (unter anderem Doppelrolle des Peter und William Smith in Hans Henny Jahnns "Thomas Chatterton", Regie: Michael Gruner), 1978–80 erneut an den Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main (unter anderem: Polyneikes in Sophokles’ "König Ödipus", Regie: Hans Neuenfels; Leopold in →Ralph Benatzkys "Im weissen Rössl"), 1980/81 am Staatstheater Kassel, 1981–85 unter der Direktion von →Horst Statkus an den →Basler Theatern (unter anderem: Herzog in Goethes "Torquato Tasso", Regie: →Urs Schaub; Wendelin in Nestroys "Höllenangst", Regie: Peter Lotschak; Matti in →Bertolt Brechts "Herr Puntila und sein Knecht Matti"), 1985/86 erneut am Schauspiel Frankfurt am Main (Galy Gay in Brechts "Mann ist Mann"), 1989/90 am Burgtheater Wien (unter anderem Dr. Hirschhäuter in der Uraufführung von Manfred Karges "Lieber Niembsch"). 1989–92 wirkte G. bei den Bad Hersfelder Festspielen mit (unter anderem Harlekin in Marivaux’ "Das Spiel von Liebe und Zufall", Titelrolle in Molières "George Dandin", Titus Feuerfuchs in Nestroys "Der Talisman"). Ab 1990 war G. freischaffend tätig: unter anderem in Mannheim, erneut in Frankfurt, am Schauspielhaus Wien (1991 Titelrolle in der Uraufführung von Wolfgang Bauers "Ach, armer Orpheus"). 1993–97 war G. unter der Direktion von Statkus am Stadttheater Luzern/→Luzerner Theater engagiert (unter anderem: Shylock in Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig", Regie: Horst Siede; Frosch in Johann Strauß’ "Die Fledermaus"). 1998 gastierte er am Renaissance-Theater Berlin als Förster Bertram in Robert Wilson/Tom Waits/William S. Burroughs’ "The Black Rider" (Koproduktion mit den Festspielen Bad Hersfeld, Regie: Ingo Waszerka). 1998/99 folgte ein Engagement ans Mecklenburgische Staatstheater Schwerin (unter anderem Titelrolle in Hofmanns­thals "Jedermann"), 1999–2000 und ab 2002 erneut am Deutschen Theater Göttingen (unter anderem Polonius in Shakespeares "Hamlet", Regie: →Mark Zurmühle), 2001/02 am Theater der Landeshauptstadt Magdeburg (Ian in Sarah Kanes "Zerbombt", Regie: Thomas Blubacher).



Autorin: Julia Danielczyk



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Danielczyk, Julia: Hannes Granzer, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 747–748.

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