Hanno Helbling

Aus Theaterlexikon
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* 18.8.1930 Zuoz GR, † 8.2.2005 Rom (I).

1948–53 Studium der Geschichte an der Universität Zürich. Promotion mit der Arbeit "Leopold von Ranke und der historische Stil" (1953). Weitere Studien in Neapel, München und Rom. 1956–58 Lektor beim Verlag Fretz & Wasmuth in Zürich. 1958–60 Auslandsredaktor, 1960–73 Feuilletonredaktor bei der "Neuen Zürcher Zeitung" und 1973–92 deren Feuilletonchef (Kürzel: Hg.). Von der Spielzeit 1956/57 bis zur Spielzeit 1961/62 schrieb er fast alle Kritiken zu Aufführungen am →Schauspielhaus Zürich, danach wurde er sukzessive durch →Irma Voser abgelöst. 1975 führte er als Feuilletonchef ein rotierendes Berichterstattungskonzept ein und übernahm erneut einen Teil der Schauspielhaus-Besprechungen. H. publizierte Bücher und Essays zu geistes- und kirchengeschichtlichen Themen und schuf sich einen Namen als Vermittler fremdsprachiger Literatur und als Übersetzer italienischer, französischer und englischer Werke (unter anderem von Benjamin Constant, Giacomo Leopardi, →Charles Ferdinand Ramuz, William Shakespeare und Giuseppe Ungaretti). Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Auszeichnungen

Mehrere Preise für seine Kulturvermittler- und Übersetzertätigkeit, wie

  • 1986 Johann-Heinrich-Voss-Preis,
  • 1987 Petrarca-Übersetzer-Preis,
  • 1997 Prix lémanique de la traduction. 1989 Dr. h. c. der Universität Freiburg.

Literatur

  • H. H.: Sichtweite. Historisch-literarische Versuche, 1995.


Autor: Tobias Hoffmann-Allenspach



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Hoffmann-Allenspach, Tobias: Hanno Helbling, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 820.

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