Hans Bänninger

Aus Theaterlexikon
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* 19.1.1896 Zürich, † 30.12.1962 Zürich. ∞ Ella Vauth, Schauspielerin.

1911–15 absolvierte B. das kantonale Lehrerseminar und arbeitete kurze Zeit als Lehrer. Bei →Josef Danegger (* 1865) und →Richard Révy liess er sich zum Schauspieler ausbilden. 1919 wurde er von →Alfred Reucker an das →Stadttheater Zürich engagiert; Debüt am 3.5.1919 als Michel Hellriegel in Hauptmanns "Und Pippa tanzt!"(in der Regie des Autors). B. spielte unter anderem den Tellheim in Lessings "Minna von Barnhelm" und die Titelrollen in Schillers "Don Carlos" und Kleists "Amphitryon". Nach dem Weggang Reuckers war B. wieder als Lehrer, Rezitator sowie als Journalist tätig (1922–62 Theaterkritiker der "Zürichsee-Zeitung"). Gelegentliche Auftritte am →Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH (1924 La Hire in der Erstaufführung von Shaws "Die heilige Johanna"); zwei Jahre lang Mitglied der →Freien Bühne Zürich; Darsteller beim →Dramatischen Verein Zürich (Titelrolle in Schillers "Wilhelm Tell" 1925 und 1926). Inszenierungen an Liebhaberbühnen in Baar, Pfäffikon, Männedorf und Stäfa. Seine Haupttätigkeit verlagerte sich jedoch auf die Mitarbeit am Radio. 1929 inszenierte er das erste Hörspiel des Zürcher Programms; 1935 wurde er Leiter der Abteilung Hörspiel, 1939–61 Vizedirektor von Radio Zürich. Er zog Originalhörspiele den Bearbeitungen von Bühnenstücken vor. 1949–53 Herausgeber der Chronik des Schweizer Volksspiels. B. war Mitglied der Lesekommission des Schauspielhauses Zürich; 1950–55 Präsident, 1962 Ehrenmitglied der →Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur; 1957–59 Mitglied der →Hans Reinhart-Ring-Jury.



Autor: Tobias Hoffmann-Allenspach



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Hoffmann-Allenspach, Tobias: Hans Bänninger, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 112.

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