Hans Rudolf Balmer

Aus Theaterlexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

* 20.12.1899 Laupen BE, † 30.12.1993 Bern.

Anfangs im elterlichen Coiffeurgeschäft tätig, begann B. 1920 eine Ausbildung am Lehrerseminar Hofwil. An der Universität Dijon erwarb er den Fähigkeitsausweis für Französischunterricht und arbeitete 1925–50 als Lehrer in Aeschi bei Spiez sowie 1950–65 an der Primarschule Pestalozzi in Bern. 1959–76 wöchentlicher Kolumnist am "Emmentaler Blatt" (Langnau). 1964–69 Berner Stadtrat (als Vertreter der Evangelischen Volkspartei). B. veröffentlichte Schau- und Hörspiele, Romane und Erzählungen. Für seine meist in der Gegenwart angesiedelten Werke verwendete er teils Dialekt, teils die Schriftsprache. B. gehörte zu den Hausautoren des →Berner Heimatschutz-Theaters, das mehrere seiner Werke zur Uraufführung brachte, darunter "I Gottesname!"(1935), "Der Kumandant" (1938), "Um Treu u Glaube!"(1942), "Ds Sühniswyb" (1945) und "Robert Leu & Söhne" (1972). Weitere Bühnenwerke: "Hedis Hilfsdienscht" (Uraufführung 1941 Frauen- und Töchterchor Lyssach), "E gmachte Maa" (1945), "Die rächti Frou i d’Chrone" (1947), "Ds Vreneli ab em Guggisbärg" (1948), "Niene geit’s so schön u luschtig" (1953), "Settelis Glück" (1954), "Äben eso!"(1953), "E scharmante Heer" (1957), "Ums guldige Chalb" (1958), "Ds Feriehuus ‹Zur Seelerueh’›"(1960), "Der Gmeinschryber" (1967), "Blümlisalp" (1968).

Auszeichnungen

  • Ehrenmitglied des Berner Schriftsteller-Vereins,
  • zweimal den J. Gfeller-Rindlisbacher-Preis des Berner Heimatschutz-Theaters (1935 erster Preis für "I Gottsname", 1938 zweiter Preis für "Der Kumandant"),
  • 1945 Hörspielpreis von Studio Bern,
  • 1946 und 1960 Literaturpreis der Stadt Bern.

Nachlass

  • Burgerbibliothek Bern.


Autor: Reto Caluori



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Caluori, Reto: Hans Rudolf Balmer, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 108.

Normdaten